Grüne in Eching:Bock auf Wahlkampf

Grüne in Eching: Vor über 40 Interessierten stellte Grünen-Bundestagskandidat Leon Eckert zum Wahlkampfauftakt in Eching sein Programm vor.

Vor über 40 Interessierten stellte Grünen-Bundestagskandidat Leon Eckert zum Wahlkampfauftakt in Eching sein Programm vor.

(Foto: Marco Einfeldt)

Leon Eckert, Bundestagskandidat der Grünen, startet in seinem Heimatort das Werben um Wählerstimmen. Er will den ganzen Wahlkreis besuchen.

Von Henrike Adamsen, Eching

In der Abendsonne am Echinger Bürgerplatz kommt Leon Eckert bei seiner Begrüßungsrede zum Wahlkampfauftakt ganz schön ins Schwitzen. Nervosität angesichts der knapp 40 Gäste dürfte allerdings auch eine Rolle gespielt haben, gibt der 25-Jährige zu: "Im Gemeinderat passiert mir das nicht mehr, aber hier vor all den Leuten, das ist schon was Neues."

In seiner Rede schlägt Eckert die Brücke zu seinem Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr. Klimapolitik sei wie ein Feuerwehreinsatz, da müsse man wie im Team gemeinsam anpacken. Es gehe schließlich darum, Lebensgrundlagen zu erhalten, wozu das Parteiprogramm der Grünen das Energiegeld und den Transformationsfond vorsehe. Ersteres verspricht eine Pro-Kopf-Rückzahlung von Kosten, die durch die höhere CO2-Bepreisung entstehen. Letzteres steht für ein Investitionsprojekt in Höhe von 500 Milliarden Euro, das die ökologische Modernisierung des Standorts Deutschland vorantreiben solle. Mit den Worten "wir sind die Generation, die noch etwas verändern kann", beginnt der Gastredner Johannes Becher, Grünen-Mitglied des Bayerischen Landtags, seine Ansprache. Darin enthalten: viel Lob für den Direktkandidaten, der seine Heimat gut kenne, aber auch über den Tellerrand schaue.

Ziel ist es, zweitstärkste Partei zu werden

Eckerts größter Themenschwerpunkt liegt auf der Mobilität. Ein Sofortprogramm für den öffentlichen Nahverkehr soll Schülerinnen wie Senioren unabhängig vom Auto ihren Alltag bestreiten lassen. Kritik in Richtung des CSU-Direktkandidaten Irlstorfer übt der Kommunalreferent mit Blick auf den schwer mit dem Klimaschutz zu vereinenden Ausbau der B16 sowie der dritten Landebahn am Flughafen München. Gegen den CSU-Konkurrenten räumt sich Eckert wenig Chancen ein, erklärt aber: "Wir wollen die Tendenz der Landtagswahl und der Kommunalwahl bestärken, damit das Mandat in der nächsten Bundestagswahl in die Nähe rückt." Zweitstärkste Partei zu werden, sei das Ziel, so Eckert.

Jeden Winkel des Wahlkreises will der Bundestagskandidat besuchen. Dafür plant sein Wahlkampfteam insgesamt elf Etappen, denen man sich nach Anmeldung auch anschließen kann. Die erste Etappe führt von Eching nach Zolling, inklusive Gespräch mit den BetriebsrätInnen des Münchener Flughafens.

Unter den jungen und älteren Gästen der Grünen Orts- und Kreisverbände sowie der Grünen Jugend blickt man entspannt auf die verbleibenden 65 Tage bis zur Bundestagswahl. Emily Rumpf, Sprecherin der Grünen Jugend Pfaffenhofen, hofft außerdem, dass der geplante Kneipenwahlkampf durch Freising und Pfaffenhofen im September trotz der vermutlich verschärften Corona-Situation stattfinden wird. "Wir haben alle Bock auf Wahlkampf", sagt sie. Darin sind sich alle einig.

© SZ vom 27.07.2021/ilos
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