Brass-Wiesn in EchingVon Jahr zu Jahr weniger Müll

Lesezeit: 2 Min.

Tausende Besucherinnen und Besucher werden auch in diesem Jahr während der „Brass Wiesn“ am Echinger See feiern.
Tausende Besucherinnen und Besucher werden auch in diesem Jahr während der „Brass Wiesn“ am Echinger See feiern.
Marco Einfeldt

Dank Mehrwegbechern soll das Festival wieder ein Stück nachhaltiger werden. Appelle an die Besucher, Abfälle zu vermeiden, haben bereits im Vorjahr Wirkung gezeigt. Die Veranstalter erwarten während der viertägigen Brass-Wiesn etwa 16 000 Fans.

Von Petra Schnirch, Eching

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In erster Linie geht es bei einem Festival darum, eine gute Zeit zu haben. Für viele der Feiernden und der Veranstalter wird es aber immer wichtiger, dass das Event möglichst nachhaltig ist. Die „Brass Wiesn“ in Eching, die an diesem Donnerstag beginnt, legt darauf besonders wert. „Das geht aber nur Stück für Stück“, sagt Alexander Wolff, Geschäftsführer der Sonnenrot GmbH, die das Festival vom 31. Juli bis zum 3. August organisiert. Erste Schritte sind gemacht.

Die Echinger werden das gerne hören, in den vergangenen Jahren gab es stets Klagen über zu viel Müll. Statt Becher aus Maisstärke gibt es in diesem Jahr Mehrweg-Trinkgefäße. Plastikstrohhalme werden schon länger nicht mehr ausgegeben. Tickets werden per E-Mail versandt und nicht mehr auf Papier. Außerdem versuche man, das Publikum, ebenfalls per E-Mail, dafür zu sensibilisieren, Müll zu vermeiden, schildert Wolff. Im vergangenen Jahr habe das gut funktioniert. Ein Müll-Pfand von zehn Euro erhält nur zurück, wer eine gefüllte Tüte mit Abfall abliefert.

Nächste Überlegung ist, das Gelände am Echinger See besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Der Trend gehe bei solchen Veranstaltungen allgemein zu mehr Nachhaltigkeit, sagt der Sonnenrot-Geschäftsführer. Allerdings komme es auch bei der „Brass Wiesn“ vor, dass Camper abreisen und ihre Billigzelte einfach zurücklassen.

Weiteres Ärgernis in den Vorjahren war der Lärm – weniger von den auftretenden Bands, sondern von feiernden Campinggästen. Hier soll strenger kontrolliert werden, vor allem im Umfeld der Komfort-Wohnmobilplätze. Dort gilt nach 22 Uhr Nachtruhe.  Dieser Bereich ist enorm gewachsen: von 550 auf 750 Stellplätze, insgesamt ist Platz für 1750 Wohnmobile.

Ein Tänzchen im Schlamm: Nicht immer haben die Besucherinnen und Besucher der „Brass Wiesn“, wie hier 2023, Glück mit dem Wetter. 
Ein Tänzchen im Schlamm: Nicht immer haben die Besucherinnen und Besucher der „Brass Wiesn“, wie hier 2023, Glück mit dem Wetter. 
Johannes Simon

Etwa 15 000 Tickets sind im Vorverkauf geordert worden.  Ausgelegt ist die „Brass Wiesn“ für etwa 16 000 Besucherinnen und Besucher. Noch gibt sich Wolff gelassen, was die nicht allzu guten Wetterprognosen angeht. Er sitze hier gerade mit Sonnenbrille, sagt er am Dienstag während der Vorbereitungen auf dem Festivalgelände. In diesem Jahr gilt erneut ein nächtliches Badeverbot – das war nach einem tödlichen Unfall im Jahr 2022 erlassen worden.

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Was das Programm angeht, hat Alexander Wolff noch eine Überraschung parat. Jan Wannemacher & Band haben kurzfristig zugesagt, sie werden am Samstag auftreten. Er selbst sei auf das Onkel Bazi Orchester sehr gespannt, sagt der Sonnenrot-Geschäftsführer. Mit dabei sind bekannte Namen wie die Keller Steff Big Band, die Kapelle Josef Menzl oder Alpensound, aber auch Pizzera & Jaus, Wanda und Max von Milland – nicht alles Brassbands, aber mit Musik in Mundart. Und das, meint Wolff, passe zur „Brass Wiesn“.

Informationen zum Programm und zum Ablauf der „Brass Wiesn“ finden Interessierte auf der Website https://brasswiesn.de/

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