Bildung:Neue Frist, neuer Versuch

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Montessori-Schule in Wang hat Zeit bis Ende November

Moosburg/WangDer Montessori-Verein Moosburg gibt nicht auf, sondern arbeitet auf eine neue Frist hin: Bis Ende November muss er das Konzept der geplanten Montessori-Schule in Wang überarbeiten. Das hat ein Gespräch ergeben, das die Projektinitiatoren mit der Regierung Oberbayern Ende September geführt haben.

Wie berichtet, war der Start der Moosburger Montessorischule eigentlich für September diesen Jahres geplant, für zwei Lerngruppen waren auch bereits Kinder angemeldet. Dann aber erteilte die Regierung von Oberbayern ihre Genehmigung nicht, weil das pädagogische Konzept für die geplante Grund- und Mittelschule nicht überzeugte. Jetzt aber scheinen die konzeptionellen Schwachstellen zumindest klar zu sein. "Es war ein sehr konstruktives Treffen", sagte Thomas Becker vom Montessoriverein, "wir haben detaillierte Angaben darüber bekommen, was wir ändern müssen". So müssen die Projektgründer zum Beispiel den agrarwirtschaftlichen Schwerpunkt der Schule besser herausarbeiten. "Dazu zählt auch die Angabe über die Anzahl der Tiere", so Becker. Außerdem müsse aus dem Konzept der Schule klar werden, wie die Stunden im Vergleich zum bayerischen Regelschul-Lehrplan verteilt sind und wie die Form der Zeugnisse aussehen wird.

Keine leichte Aufgabe für das Team der Schule: Eigentlich sieht das Montessori-Konzept keine Zeugnisse mit Noten im klassischen Sinn vor, sondern sogenannte "Izel", ausführliche "Information zum Entwicklungs- und Lernprozess" der Schulkinder. Hinzukommt, dass die Stundenverteilung je nach Schüler unterschiedlich sein kann. Die Kinder können je nach Eignung mal mehr, mal weniger Stunden Unterricht in einem bestimmten Fach bekommen. Begreift ein Kind Mathe schneller als ein anderes, kann es entsprechend weniger Stunden machen.

Vorangekommen ist das Team beim Thema Gebäude: Ein Haus gegenüber der Wittibsmühle, dem ursprünglich geplanten Standort, kommt infrage. Das Gebäude der dort ehemals angesiedelten Firma Normstahl hatten Vereinsmitglieder besichtigt, nun wird geprüft, ob ein für notwendiger Umbau finanzierbar wäre. "Der Vermieter war uns gegenüber sehr positiv eingestellt", er sei an einer langfristigen und gemeinnützigen Vermietung interessiert, sagte Becker. Einen neuen Schulleiter sucht der Verein noch. Weil sich die Schuleröffnung wegen der fehlenden Genehmigung verzögert, war dieser abgesprungen.

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