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Bildung in Freising:Ein neuer Plan für die Landkreis-Schulen

Freisinger Kreistag genehmigt neue Bedarfs-Analyse. Sie soll Erkenntnisse zu künftig nötigen Gebäudekapazitäten bringen

Von Corinna Bail, Freising

Der Freisinger Kreistag hat am vergangenen Donnerstag über ein neues Plangutachten zur Bedarfsanalyse von Realschulen und Gymnasien im Landkreis entschieden. Der Prognosezeitraum des Vorgängermodells, das im Jahr 2009 unter Landrat Michael Schwager (FW) in Auftrag gegeben wurde, läuft im kommenden Jahr aus. Maßnahmen aus dem bisherigen Bedarfsplan waren der Neubau einer zweiten Realschule in Freising, die Erweiterung des Gymnasiums in Neufahrn und die Sanierung der Auer Mittelschule, die schließlich in die Gründung einer Realschule im nördlichen Landkreis mündete.

Wachsende Zuwanderungs- und Geburtenzahlen im Landkreis Freising begründeten die Forderung nach einer aktualisierten Schulbedarfsplanung, heißt es in der Beschlussvorlage aus dem Kreistag. Durch ein neues Gutachten sei ein Abgleich zwischen einer künftigen Schüler- und Klassenzahlentwicklung und dem jeweiligen Gebäudekapazitäten möglich. Mit Priorität seien die Realschulen und Gymnasien anzugehen, in einem zweiten Schritt sollen auch die Fachoberschulen und Berufsoberschulen betrachtet werden. Auch die Planung von neuen Schulen in Nachbarlandkreisen, wie etwa zwei neuen Gymnasien im Landkreis Dachau, sollen in dem Gutachten berücksichtigt werden. Die anfallenden Honorarkosten für die Schulbedarfsplanung belaufen sich auf mindestens 70 000 Euro, welche im Kreishaushalt 2021 einzuplanen sind. Die 62 anwesenden Kreisrätinnen und -räte mit Landrat Helmut Petz (FW) stimmten dem Antrag am Donnerstag einstimmig zu. Der Landkreis ist nun berechtigt, Angebote zur Gutachtenerstellung einzuholen.

Einstimmig gebilligt hat der Kreistag auch den Vorentwurf für die Sanierung der Karl-Meichelbeck-Realschule in Freising. Bereits vor drei Jahren hatte der Landkreis eine Untersuchung zu Gesamtsanierung der Realschule an der Düwellstraße veranlasst. Die im Sommer diesen Jahres im Ausschuss vorgestellte Analyse des Schulgebäudes aus dem Jahr 1988 zeigte gravierende Brandschutz- und Sanierungsmängel auf. Die anstehenden brandschutztechnischen Schritte und Sanierungsarbeiten wurden schließlich zu einem Maßnahmenpaket zusammengefasst. Rund 18,3 Millionen Euro wird die Generalsanierung der Karl-Meichelbeck-Realschule den Landkreis voraussichtlich kosten, wobei mit einem Zuschuss durch den Freistaat Bayern von bis zu 5,15 Millionen Euro gerechnet wird.

Es ist geplant, noch in diesem Jahr den Antrag auf Förderung bei der Regierung von Oberbayern zu stellen. Bereits im Juni des kommenden Jahres will man mit den Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage der Schule beginnen, wo deutlich erhöhte Chloridgehalte in den Sockelbereichen von Wand und Stützen vorgefunden wurden. In einer zweiten Phase, im Schuljahr 2022, folgt dann die Generalüberholung der schuleigenen Turnhalle.

© SZ vom 26.10.2020
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