Noch vor der Sommerpause des Kreistags soll es ein Fest für die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Coronakrise geben. Das hat der Kreisausschuss des Kreistags beschlossen. Der Beschluss geht auf eine Initiative des SPD-Kreisverbands zurück. Ursprüngliche Idee war es, den Helfern einen Einkaufsgutschein in Höhe von je 50 Euro zukommen zu lassen. Als Nebeneffekt sollten gleichzeitig der Einzelhandel sowie die Gastronomie gestützt werden. Alles in Allem, davon ging die SPD bei ihrer Kalkulation aus, würde diese Aktion dem Landkreis etwa 10 000 Euro kosten. Anderenfalls, schrieb die SPD-Kreistagsfraktion, würde sie sich auch mit einem Fest als Zeichen der Anerkennung zufriedengeben.
Die Sozialdemokraten argwöhnten schon bei der Formulierung ihres Antrags, dass der Verteilung von Gutscheinen rechtliche Hürden im Weg stehen könnten. Dies ist in der Tat so, wie Landrat Helmut Petz (FW) während der Sitzung erläuterte. Weil es sich bei der Bekämpfung der Pandemie um eine staatliche Aufgabe handele, sei der Landkreis für eine Zahlung an die Ehrenamtlichen nicht zuständig. Das ist aber kein Problem, denn eine Sondierung der Stimmungslage ergab laut Petz, dass "alle Helfer sagen, am liebsten hätten wir ein Fest". Es gehe schließlich um die Geste, ergänzte der Landrat. Er sehe das von der Zuständigkeit des Landkreises her gesehen entspannter.
Sebastian Thaler betonte noch einmal, es liege seiner Fraktion daran, auch allen zu danken, die sonst durch das Raster fallen würden. Mit einem Fest ließen sich wohl viele ehrenamtliche Helfer erreichen. Das soll möglichst rasch stattfinden. "Wir müssen die Gunst der Stunde nutzen", sagte Petz mit Blick auf die derzeit niedrige Inzidenzzahl.