Die Corona-Pandemie wirkt sich erheblich auf den Arbeitsmarkt aus. In den vergangenen Wochen "machten die Arbeitslosenzahlen noch einmal einen deutlichen Sprung nach oben", bilanziert Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit in Freising. Dies sei allerdings typisch für diese Jahreszeit und nicht allein auf die Corona-Krise zurückzuführen.
Im Landkreis Freising ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar deutlich auf 3642 Personen gestiegen, das sind 594 mehr als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,6 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent. Im Januar gingen in der Agentur 240 neue Job-Angebote ein. Insgesamt 1102 Stellen sind derzeit vakant.
In den witterungsabhängigen Branchen müssten die Unternehmen oftmals den Betrieb einschränken. Mitunter entließen sie auch Personal. "Zumindest Letzteres muss aber nicht sein", sagt Windisch mit Verweis auf das Saison-Kurzarbeitergeld. Dieses könne im Bauhauptgewerbe, im Dachdeckerhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau sowie von Gerüstbauern beantragt werden.
Leicht zurückgegangen ist die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis. Von Juni 2019 bis Juni 2020 hat sie sich um 958 Personen auf 83 762 Beschäftigte verringert, das ist ein Minus von 1,1 Prozent. Während im Bereich Verkehr und Logistik ein Plus von 1191 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verzeichnen war, sank ihre Zahl in der Sparte Information und Kommunikation um 1195 Personen, dazu zählen etwa Verlage oder Informationsdienstleister.