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"Grünes-Gold-Tour":Johannes Becher wandert durch den Landkreis

Johannes Becher ist gern zu Fuß unterwegs - in diesem Sommer wandert er mit einem Freund durch die Holledau.

(Foto: Privat)

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Becher wandert auch in diesem Sommer durch den Landkreis.

Auch in diesem Sommer wandert Johannes Becher durch den Landkreis. Diesmal ist der Grünen-Landtagsabgeordnete vor allem in der Holledau unterwegs, er kommt aber auch nach Hohenkammer und Allershausen. Los geht die siebentägige Tour am Sonntag, 4. August. Etwa 150 Kilometer will Becher dabei zurücklegen, 26 Stationen stehen auf dem Programm, geplant sind Gespräche mit Firmengründern, Landwirten, Kommunalpolitikern und Naturschützern.

Die Wahlkampftour durch alle 24 Gemeinden des Landkreises habe ihn vor einem Jahr sehr beeindruckt, sagte Becher am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Freising. Deshalb habe er beschlossen, dass er nun jedes Jahr die Landkreise Freising, Pfaffenhofen und Erding, für die er als Abgeordneter zuständig sei, auf diese Weise erkunden werde. In diesem Jahr ist die Wanderung mit "Grünes-Gold-Tour" überschrieben. In der Holledau fasziniere ihn die "unwahrscheinliche Verbindung" der Menschen zum Kulturgut Hopfen, sagte Becker. Wegbegleiter ist erneut Bernhard Hrodek, ein langjähriger Freund. Es dürfen sich aber auch andere Interessierte auf den Etappen anschließen oder an den Gesprächen teilnehmen. Der genaue Zeitplan kann im Internet auf Bechers Homepage eingesehen werden.

Becher startet am Sonntag um 5.45 Uhr in seinem Heimatort Moosburg. Von dort aus geht es am ersten Tag nach Nandlstadt, Au und Rudelzhausen. Erste Station werden das Start-up Heiland Liqueur und das Nandlstädter Marktladerl sein. In Au will sich Becher mit der Grünen-Ortsvorsitzenden Barbara Prügl am Marktplatz treffen. Am Nachmittag besichtigt er in Neuhub eine Agro-Fotovoltaik-Anlage. Übernachten wird er auf dem Hof von Familie Brunner bei Rudelzhausen.

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Tage zwei und drei sind dem Hopfen gewidmet

Die Tage zwei und drei stehen ganz im Zeichen des Hopfens. Der Weg führt die Wandergruppe zunächst ins Hopfenforschungszentrum nach Hüll und dann auf den Hof von Georg Pichlmaier in Haushausen, zu einem der wenigen Bio-Bauern der Branche. Geplant sind auch Gespräche mit dem Verband Deutscher Hopfenpflanzer. In Wolnzach besichtigt Becher die Brauerei Urban Chestnut. Anschließend trifft er die noch amtierende Hopfenkönigin Kathi Maier und besucht das Hallertauer Heimat- und Hopfenmuseum in Geisenfeld.

Am vierten Tag ist dort ein Abstecher in eine Kindertagesstätte vorgesehen. Das Thema frühkindliche Bildung ist einer von Bechers Schwerpunkten in der Landtagsfraktion. Danach trifft er die Bürgerinitiative "PFC Flugplatz Manching", die eine weitere Verschmutzung des Wassers durch Perfluor-Kohlenwasserstoffe verhindern will und Entschädigungen fordert.

An Tag fünf geht es bei einem Logistikzentrum in Reichertshofen zunächst um den Flächenverbrauch. Danach besichtigt Becher mit dem Bund Naturschutz ein Sanddünenprojekt - auf dieser Fläche leben besondere Hummelarten. Die zweite Brauereiführung auf der Tour ist an Tag sechs im Kloster Scheyern geplant, außerdem sieht sich Becher das Biokammerl Geisenhofer in Reichertshausen an. Übernachten wird er in Niernsdorf, einem Ortsteil von Hohenkammer. Der letzte Tag führt Becher zunächst auf den Bio-Hof von Ralf Huber in Allershausen, der auch dem Kreisvorstand des Bayerischen Bauernverbands angehört. Mit einer Besichtigung der Brauerei Weihenstephan endet die Wanderung. Zurück nach Moosburg gelangt Becher wie im vergangenen Jahr per Schlauchboot, diesmal über die Isar.

Übernachten werden Becher und Hrodek unterwegs. Brotzeit und Kleidung haben sie dabei. Die erste Etappe wird mit 35 Kilometern gleich die längste sein, die übrigen sechs liegen zwischen 18 und 20,5 Kilometer. Wandern gehe er unterm Jahr zwar kaum, sagt Johannes Becher, er sei aber ein "leidenschaftlicher Fußgänger" und erkunde auch fremde Städte gern auf diese Weise.