Moosburg:Mann im Gleisbereich stoppt Regionalexpress in voller Fahrt

Moosburg: Weil er seinen Schirm im Gleis gesucht hat, hat sich ein 60-Jähriger in große Gefahr begeben.

Weil er seinen Schirm im Gleis gesucht hat, hat sich ein 60-Jähriger in große Gefahr begeben.

(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Ein 60-Jähriger wird beinahe von einem Regionalexpress erfasst, erst kurz vor der Kollision verlässt er das Gleis. Er hatte seinen Regenschirm verloren.

Von Birgit Goormann-Prugger, Moosburg

Weil er seinen Schirm im Gleisbereich gesucht hat, hat ein 60-jähriger Mann aus Moosburg im Landkreis Freising am Sonntag am Bahnhof in Moosburg einen Regionalexpress gestoppt und ist dabei selbst in große Gefahr geraten. Ermittlungen ergaben, dass der Wind den Regenschirm des Mannes von einem Weg nahe der Bahngleise ins Gleisbett geweht hatte. Als der Mann nach dem Schirm suchte, näherte sich - auf dem Gleis in dem er stand - ein Regionalexpress aus Landshut kommend, in voller Fahrt. Der 60-Jährige reagierte laut Polizei auf einen abgegebenen Achtungspfiff ebenso wenig wie auf die laut hörbar eingeleitete Schnellbremsung. Als sich der Zug rund 100 Meter vor dem Mann befand, ging der 60-jährige Mann wieder aus dem Gleisbereich, wodurch ein schwerwiegender Unfall verhindert wurde.

Etwa 200 Meter hinter dem Ereignisort kam der Regionalexpress zum Stehen. Der Lokführer begab sich zu dem Moosburger und hielt ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizei fest. Aufgrund des Vorfalles kam es zu einer rund 75-minütigen Gleissperrung und erheblichen betrieblichen Auswirkungen. Die Bundespolizei ermittelt gegen den 60-Jährigen nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Zur SZ-Startseite
onsite_teaserM_400x300-MeiBayernNL@2x

Newsletter abonnieren
:Mei Bayern-Newsletter

Alles Wichtige zur Landespolitik und Geschichten aus dem Freistaat - direkt in Ihrem Postfach. Kostenlos anmelden.

Lesen Sie mehr zum Thema