bedeckt München 15°

Baumaßnahmen im Kreis Freising:Querungshilfen, Parkplätze und Rampen

Behindertenbeauftragter Konrad Weinzierl.

(Foto: Marco Einfeldt)

Behindertenbeauftragter Konrad Weinzierl (CSU) hatte vergangenes Jahr viel zu tun

Gut beschäftigt war Konrad Weinzierl (CSU), Behindertenbeauftragter des Landkreises Freising, im vergangenen Jahr. Von genau der Hälfte der Gemeinden im Landkreis war er bezüglich von Bauprojekten um eine Stellungnahme gebeten worden. Dies geht aus dem Rechenschaftsbericht hervor, den Weinzierl am Donnerstag im Ausschuss für soziale und demografische Fragen des Kreistags vorgelegt hat. Dort wurde er vorberaten und wird an den Kreisausschuss sowie des Kreistag selbst weiterempfohlen.

Zur Rate gezogen wurde Weinzierl beim Neubau des Hotels Holiday Inn Express in Eching. In Fahrenzhausen ging es um den Neubau einer Kindertagesstätte mit drei Kindergarten- und zwei Kindergruppen. Weinzierl wurde nach der richtigen Anordnung der WC-Garnituren und der Behindertenparkplätze gefragt.

Viel zu tun hatte der Behindertenbeauftragte im Zuge der Brandschutzsanierung der in die Jahre gekommenen Freisinger Wirtschaftsschule. Dabei ging es um den barrierefreien Umbau des Gebäudes nebst Behindertenparkplatz und der Toiletten. Im Bereich des Pausenverkaufs soll es eine Absturzsicherung geben. Treppenstufen sollen bezüglich der Auf- und Abgänge eine farbliche Kennzeichnung erhalten. Was die Bodenbeläge anbelangt, musste Weinzierl die Frage beantworten, welche am besten für Rollstuhlfahrer geeignet sind. In einer anderen Angelegenheit muss sich der Behindertbeauftragte des Landkreises mit dem der Stadt Freising "kurzschließen", wie er sagte. Dabei geht es um die Bushaltestellen am Heiliggeistspital in Freising. Deren Grautöne seien kaum vom Straßenbelag zu unterscheiden, sagte Herbert Bengler (SPD), den eine entsprechende Nachricht erreicht hatte. Auch Weinzierl wusste davon.

In Kirchdorf entsteht eine Seniorenwohnanlage mit Tagespflege. Auch dort geht es um die richtige Anordnung der Toiletten im Behinderten-WC. Das Rampengefälle am Zugang muss unter sechs Prozent betragen. Die Außenanlage soll stufen- und schwellenlos gestaltet sein. Weinzierl gab eine Stellungnahme zur Breite und Situierung eines Gehwegs an der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße FS 24 zwischen Kranzberg und Berg ab. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk der Rutschfestigkeit des Belags gelten.

Für die Gemeinde Langenbach gab Weinzierl ein Urteil zum Gehweg an der FS 13 ab. Dabei ging es um die Längsneigung und das Quergefälle. Auf Nachfrage von Bengler räumte er ein, dass etwa 150 Meter des Gehwegs ein wenig steil seien. Diese Passage sei aber zu bewältigen. An Straßeneinmündungen empfahl Konrad Weinzierl, Aufmerksamkeitsfelder einzurichten.

In Moosburg war Weinzierl beim Bau des neuen Schulpavillons am Sonderpädagogischen Förderzentrum sowie dem Einbau eines Plattformlifts in der Realschule hinzugezogen worden. Letzterer dient zur Verbesserung der Barrierefreiheit im dritten Bauteil. Seine Expertise gab der Behindertenbeauftragte beim Neubau einer Kindertagesstätte mit zwei Krippen- und vier Kindergartengruppen sowie zu einer Änderung am Bahnübergang "Moosham" ab. Bei der Umgestaltung des Plans wirkt Weinzierl ebenfalls mit. Es geht hierbei um barrierefreie Zugänge zu Gaststätten, Geschäften und ins Kastulusmünster. Außerdem sollen behindertengerechte Parkplätze und Toiletten geschaffen werden.

Um den behindertengerechten Umbau des Pfarrheims/Volkshochschulgebäudes ging es in Nandlstadt. Dort soll es eine Auffahrrampe zum Erdgeschoss geben. Die bestehende Toilette soll behindertengerecht gestaltet, an das Gebäude ein Aufzug angebaut werden. In Neufahrn gab Weinzierl eine Beurteilung zu den Nutzungsänderungen von Büros der Wohnanlage am Lohweg 25 ab. Es ging um den barrierefreien Zugang zu dem Gebäude, in dem eine Großtagespflege und ein Mütterzentrum entstehen sollen. Auch hier ist ein behindertengerechtes WC geplant.

In Mauern ging es um den Neubau des Kreisverkehrs mit Querungshilfen. In Wang geht es um den Neubau eines Geh- und Radwegs zwischen Thalbach und Amper. Bestandteil der Fragen an Weinzierl waren dessen Breite sowie des Quergefälles. In Zolling ging es wiederum um eine Querungshilfe. Betroffen war die Bundesstraße B 301 bei Erlau.

© SZ vom 23.01.2021
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema