Bauausschuss in Freising Aufzug und Schiebe-Rampe

Unterführung am ehemaligen Bahnposten 15

(Foto: Marco Einfeldt)

"Temporäre Lösung" für Bahnposten 15 in Aussicht gestellt

Von Kerstin Vogel, Freising

An der Unterführung am ehemaligen Bahnposten 15 wird sich möglicherweise doch in absehbarer Zeit etwas tun. Zwar behindern die Eigentumsverhältnisse auf der Innenstadtseite immer noch die Planungen der Stadt. Im Bau- und Planungsausschuss des Stadtrats ist am Mittwoch jedoch eine "temporäre Lösung" für den Auf- und Abgang an der Heilig-Geist-Gasse vorgestellt worden, die sich unabhängig von dem in Arbeit befindlichen Bebauungsplan "im Bestand" umsetzen ließe, wie Stadtbaumeisterin Barbara Schelle am Donnerstag erklärte.

Die Röhre, die den größten Freisinger Stadtteil Lerchenfeld mit der Innenstadt verbindet, ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ein Sorgenkind der Stadträte. Wenig einladend, dunkel und nicht barrierefrei, stellt sie ein unschönes Nadelöhr für alle dar, die zu Fuß oder mit dem Rad von Lerchenfeld in die Innenstadt wollen. Und während auf der Lerchenfelder Seite das Vermessungsamt einen Neubau hinstellen möchte und alle erforderlichen Flächen für den Bebauungsplan "Isarvorstadt" in der Hand der Stadt Freising wären, sind die Eigentumsverhältnisse auf der Innenstadtseite kompliziert. Alle bisherigen Planungen würden Eingriffe in Privatgrund erforderlich machen und damit sind die Eigentümer nicht einverstanden, das haben sie bereits unmissverständlich wissen lassen - und sie haben "sehr gute Anwälte", wie man bei der Stadt Freising weiß.

Die neueste Idee ist deshalb nun, auf der umstrittenen Seite des Tunnels mit einem Aufzug und einer gut begehbaren Schiebe-Rampe eine Lösung zu schaffen, die für eine Verbesserung sorgt, und auf der Lerchenfelder Seite die Aufstellung des Bebauungsplanes voranzutreiben. Der Begriff "temporäre Lösung" sei dabei relativ zu sehen, sagt Schelle, die ziemlich sicher eine Klage gegen den Bebauungsplan erwartet. Deshalb soll der geplante Umbau im Bestand "gut und nachhaltig" werden - und weil man möglicherweise nicht alle Richtlinien für derartige Bauwerke wird einhalten können, ist man nun dabei, ein 1:1-Modell für das Vorhaben zu bauen, wie Schelle weiter berichtet. Dieses werde dann von Sachverständigen untersucht und einer juristischen Prüfung unterzogen, bevor man es tatsächlich umsetze. Und der Zeitrahmen? "Vielleicht werden wir es zur nächsten Ausschusssitzung schon angeschaut haben", hofft Schelle.