Die Geduld der Bahnfahrer wird derzeit wieder einmal auf die Probe gestellt. Noch viereinhalb Monate lang, bis zum 10. Juli, kommt es auf der Bahnstrecke von München nach Landshut zu Einschränkungen, Grund sind Bauarbeiten zwischen Regensburg und Nürnberg. In diesem Abschnitt fahren gar keine Züge, dies wirkt sich auf den gesamten Fahrplan von und nach Ostbayern aus. Einige Verbindungen fallen aus. Hinzu kommt, dass bis 18. März laut Fahrplanauskunft der ohnehin ausgedünnte Donau-Isar-Express aus Passau wegen Instandhaltungsarbeiten teils bereits in Moosach endet.
Fahrgäste müssen dort dann in S- oder U-Bahn umsteigen. Das sorgt für zusätzlichen Frust. „Wirklich stark, dass das während der Einschränkungen des Bahnverkehrs wegen Sperrung Nürnberg/Regensburg passieren muss“, kommentiert ein Facebook-User auf der Seite „Meine S1 fährt nicht“.
Insgesamt sei der wegen der Bauarbeiten zwischen Regensburg und Nürnberg notwendige Ersatzverkehr stabil angelaufen, so das erste Fazit einer Sprecherin der Deutschen Bahn. „Die Erfahrungen zeigen aber auch, dass sich der Betrieb zu Beginn noch ein wenig einruckeln muss.“
Stark betroffen von den Fahrplanänderungen bis Anfang Juli ist der Donau-Isar-Express Richtung Passau, er fährt derzeit nur alle zwei Stunden, dafür mit höheren Sitzplatzkapazitäten. Normalerweise verkehrt er stündlich. Die Verbindungen der RB33 von Landshut nach München entfallen fast ganz. Von Montag bis Freitag sind nur drei Zugpaare unterwegs. Die Haltestellen in Marzling und Langenbach bedient der Flughafenexpress (RE22).
Vorab hätten umfangreiche Testfahrten und ein Probebetrieb stattgefunden. „Echte Routine steht erst im laufenden Betrieb, deshalb bitten wir unsere Fahrgäste um Verständnis und etwas Geduld“, so die Bahnsprecherin weiter. „Wir schauen uns auch in den nächsten Tagen und Wochen weiter genau an, wie der Ersatzverkehr läuft und steuern dort nach, wo es nötig ist.“

