EinzelhandelSchaufensterkunst in Echinger Geschäften

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Monika Schmeizl zeigt ihre Werke bei Niki Optik.
Monika Schmeizl zeigt ihre Werke bei Niki Optik. Johannes Simon

Drei Betriebe stellen in kunstvoll inszenierten Auslagen Gemälde und Skulpturen örtlicher Künstler aus. Initiator der Aktion ist das Kulturforum, Vorsitzende Sybille Schmidtchen hofft, dass sich noch mehr Ladeninhaber beteiligen.

Von Klaus Bachhuber, Eching

Im Rathaus sind Echings Kunstschaffende schon mit Ausstellungen vertreten, die alle paar Wochen wechseln. Jetzt zeigt sich das kreative Wirken am Ort auch noch hinter Glas: in den Schaufenstern einiger Geschäfte. „Auf diese Weise verbindet sich kreative Schöpfung mit Handel und Gewerbe vor Ort“, schwärmt Sybille Schmidtchen, die Vorsitzende des Vereins Kulturforum, der diese Symbiose arrangiert.

Drei Betriebe stellen bislang Werke Echinger Künstler aus. „Niki-Optik“ und „Die Hörwelt Eching“ zeigen Skulpturen von Monika Schmeizl im Schaufenster und Objekte von Friedrich Schiller im Innenraum, im Friseursalon Markéta sind Gemälde von Björn Bauer und eine Skulptur von Friedrich Schiller zu sehen.

„Kunstvoll inszenierte Auslagen ziehen auch noch im Zeitalter von Amazon magisch an und wecken Neugier“, davon ist Schmidtchen überzeugt. Der Arbeitstitel im Kulturforum für diese Art der Präsentation ist denn auch „Schaufensterkunst“, selbst wenn der Begriff nicht umfassend zutreffend ist, denn die Werke werden auch in Innenräumen präsentiert.

„Schaufenster werden dadurch mehr als nur Auslagen“, betont Schmidtchen, „sie sind kleine Kunstwerke im öffentlichen Raum, in dem alltägliche Objekte in einem unerwarteten Kontext gezeigt werden.“ Das Kulturforum geht davon aus, dass „davon beide Partner profitieren“; die Geschäfte erhielten zusätzliche Aufmerksamkeit für die unkonventionellen Dekorationen, die Kunstschaffenden können ihre Werke vorstellen und sogar zum Verkauf anbieten.

Ein Werk von Monika Schmeizl bei der „Die Hörwelt Eching“.
Ein Werk von Monika Schmeizl bei der „Die Hörwelt Eching“. Johannes Simon

Der Verein vermittelt einen eigens zu diesem Zweck aufgesetzten Vertrag zur beiderseitigen Absicherung. So sei dies ein weiterer Versuch, „unsere Künstler auch innerorts sichtbar zu machen“, so Schmidtchen; und das ist erklärtes Vereinsziel des Kulturforums. Nach einer großen Online-Präsentation auch eher unbekannter Echinger Künstler in der örtlichen echinger-zeitung.de war die „Galerie Rathaus“ ein nächster Schritt dazu.

Im Foyer des Rathauses werden laufend Gemälde, Fotografien oder Skulpturen Echinger Kunstschaffender gezeigt. Neben lokalen Größen wie Elfie Vaillant, Rudi Grosch oder Ludwig Loibl waren dort zuletzt auch die in Eching zuvor weitgehend unbekannten Björn Bauer oder Anna Clara Linsel zu entdecken.

Ein Kunstkalender zeigt zwölf Werke örtlicher Künstler

Noch bis zu einer Finissage am Freitag, 4. April, stellt aktuell Alina Braun im Rathaus aus. Auch die 35-Jährige war zuvor in Eching nie künstlerisch in Erscheinung getreten. Die Designpsychologin und freischaffende Künstlerin lebt seit 2023 in Eching und wurde über die Aktionen des Kulturforums angesprochen.

Auch dieses Werk stammt von Monika Schmeizl.
Auch dieses Werk stammt von Monika Schmeizl. Johannes Simon

Ein Kunstkalender für 2025 hatte weiterhin zwölf Werke örtlicher Künstler in neuem Format in viele Haushalte gebracht. Als nächste „öffentliche Galerie“ wird nun die Musikschule erschlossen. Am Tag der offenen Tür am Samstag, 17. Mai, und auch anschließend werden dort Bilder von Elke Jung gezeigt, die sich speziell mit Musik auseinandersetzen.

Weitere potenzielle Aussteller in öffentlichen Gebäuden, Ladenlokalen, Arztpraxen, Restaurants oder auch in Büros können sich jederzeit beim Kulturforum melden, Kulturforum-eching.de oder Telefon 089/3194125.

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