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Auch Neufahrn macht mit:Warten hat ein Ende

Bauausschuss stimmt Aufbau eines Mobilitätsmanagements zu

Zuletzt waren gewissermaßen alle Augen auf Neufahrn gerichtet, weil nur noch dort die Entscheidung ausstand: "Der halbe Landkreis wartet, dass auch Neufahrn einen Beschluss fasst", stellte Hans Huss, Geschäftsleiter der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Isarregion, in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung fest. Nun hat das Warten aber ein Ende: Als letzter hat auch dieser Ausschuss dem Aufbau eines Mobilitätsmanagements zugestimmt, das sich um die Umsetzung des integrierten Mobilitätskonzepts "Mittlere Isarregion und Ampertal" (MIA) kümmern soll.

Insgesamt 17 Kommunen in den Landkreisen Freising und Erding wollen damit die zunehmenden Verkehrsprobleme gemeindeübergreifend angehen und sich um interkommunale Lösungen für nachhaltige Mobilität zu bemühen. Der Landkreis Pfaffenhofen kooperiert. Da geht es etwa um den weiteren Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zum Beispiel durch Express- und Rufbusse, um Radwegekonzepte sowie Car- und Bike-Sharing. Auch die Bildung von "Mobiltitätsknoten" wird als Ziel genannt.

MIA gilt als Basis für alle. Für die Umsetzung ist dann jede Kommune selbst zuständig. Neufahrn komme bei den Verbesserungen "auch für das Hinterland" durchaus eine Schlüsselfunktion zu, betonte Huss. Schließlich gebe es hier einen Bahnhof und somit auch den Anschluss nach München und zum Flughafen.

Nun soll ein "Kümmerer" im Planungsraum die Belange aller Beteiligten steuern und konkrete Mobilitätsprojekte anstoßen. Nach momentanem Stand wird diese Aufgabe wohl ein erfahrenes Planungsbüro übernehmen. Die Kosten werden dabei nach Einwohnerzahl aufgeschlüsselt. Der Anteil für Neufahrn liegt bei rund 10 500 Euro für die anvisierte Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

© SZ vom 26.01.2021 / bg
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