Auch 30 Jahre nach der Gründung Unverzichtbar

Der Vorstand vom Verein "Älter werden in Eching": Sabine Palitzsch, Gertrud Wucherpfennig, Charlotte Pschierer und Gert Fiedler (von links).

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Angebote des Vereins "Älter werden in Eching" sind extrem gefragt. Das Haus allerdings hat Sanierungsbedarf

Von Klaus Bachhuber, Eching

Auch nach 30 Jahren sind die Angebote des Vereins "Älter werden in Eching" unverzichtbar für die Senioren am Ort und entsprechend rege nachgefragt. Einmal mehr liegt das größte Problem des Vereins darin, wegen des Pflegenotstands nicht die gesamte Nachfrage bedienen zu können. Bei der Mitgliederversammlung am Montag im ASZ, kurz nach der Feier zum 30. Geburtstag, wurde unter anderem das thematisiert, außerdem wurde Gert Fiedler für den ausscheidenden Folker Wucholt neu in den Kernvorstand gewählt.

Eine offene Stelle im Pflegedienst habe frisch besetzt werden können, schilderte Vorsitzende Gertrud Wucherpfennig, was "ganz dringend notwendig" gewesen sei. Schon jetzt gebe es wegen neuerlicher Veränderungen wieder Lücken. Die Sozialstation des ASZ betreue 52 Senioren. "Immer wieder müssen Neuaufnahmen abgelehnt werden", bedauert Geschäftsführerin Siglinde Lebich, "weil die Kapazitäten nicht vorhanden sind". Auch bei den Mobilen Sozialen Hilfsdiensten könnte das ASZ noch Mitarbeiter brauchen, hier sind allerdings ehrenamtliche Helfer gefragt. 93 Helfer haben im vergangenen Jahr 8331 Stunden Hilfsdienste in 152 Haushalten geleistet, vom Putzen über Fahrdienste bis zur Begleitung bei Arzt- oder Behördengängen.

Extrem gefragt ist auch die Beratung im ASZ über Fragen der Altersgestaltung, der Pflege oder zu finanzieller Unterstützung dabei. Über 440 Anfragen registrierte der Verein im Vorjahr. "Das zeigt, wie wichtig so eine Beratungsstelle ist", betonte Lebich. Mit dem ASZ ist Eching der einzige Ort weit und breit, der einen derartigen Service anbietet. Publikumsmagnet ist das Programm der Begegnungsstätte, das 2018 rund 14 800 Besucher zählte. Permanente Baustelle im Wortsinn ist das Gebäude, das nach 24 Jahren mittlerweile Dauersanierungsbedarf hat. "Immer wenn's regnet, regnet's bei uns irgendwo rein", erzählte Lebich den rund 60 Besuchern bei der Versammlung.

Heuer laufen auch die Verträge zwischen Verein und Gemeinde aus, mit denen die Aufgaben des Vereins und die finanzielle Beteiligung des Rathauses daran geregelt werden. Nach der mühsamen Ausgestaltung vor zehn Jahren sei eine Verlängerung heuer nur mehr Formsache, erwartet Wucherpfennig. Der Gemeinderat habe das grundsätzliche Signal schon gegeben und dass man sich in den Detailverhandlungen einig werde, sei sie "ganz zuversichtlich".

Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen schied Folker Wucholt aus dem Kernvorstand aus. Den neuen Vorstand bilden: Vorsitzende Gertrud Wucherpfennig, Stellvertreter Gert Fiedler, Sabine Palitzsch, Charlotte Pschierer, Beisitzer: Martina Dette, Gudrun Edlinger, Marianne Graetz, Heidrun Hammann, Harald Heitmann, Anette Martin, Henriette Mayer, Arndt Palitzsch, Barbara Schefold, Werner Schefold, Sibylle Schmidtchen, Peter Wilms, Ulrike Wilms.