Eine gute Nachricht meldet Mathias Kern (WIR), der Attenkirchener Bürgermeister aus der Gemeinderatssitzung. "Das Bierfestival findet statt", sagte er auf Nachfrage. Der Gemeinderat hatte das am Montag beschlossen, Corona und dem Ukraine-Krieg zum Trotz. Angesichts der Lockerungen im Umgang mit Covid-19 sowie entsprechender Vorsichtsmaßnahmen sei das zu stemmen, sagte Kern. Der Gemeinderat werde sich auch mehr einbringen als bisher. Angeschoben haben in diesem Sinne Bernhard Nieder vom Lenkungskreis des Bierfestivals und Kern selbst.
Bisher hätten die Veranstalter immer ein finanzielles Plus gemacht, so Attenkirchens Bürgermeister. Trotzdem besteht die Gefahr, dass das Bierfestival ins Wasser fällt, wenn es drei Tage hintereinander regnet. "Das ist bisher noch nie geschehen, erinnert sich Kern. Für den Fall der Fälle haben die Veranstalter sich mit einer Summe von 65 000 Euro absichern lassen.
Zeitgleich zum Bierfestival soll am 26. Juni eine Sternfahrt mit Fahrrädern stattfinden. Attenkirchen beteiligt sich wieder am Stadtradeln. "Wir haben jedes Jahr etwa 160 Teilnehmer", erklärt Kern. Das Stadtradeln dauert drei Wochen. Beim Landratsamt hat die Gemeinde angefragt, ob es möglich sei, die Sternfahrt beim Bierfestival enden zu lassen. Das sei aber noch nicht entschieden.
Was die Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukrainer anbelangt, brauchen die Attenkirchener trotz des Feierns beim Bierfestival kein schlechtes Gewissen haben. Am vergangenen Wochenende hat die Gemeinde unter dem Motto "Attenkirchen hilft" auf dem Gelände des Sportvereins ein Fest zu Gunsten von den Geflüchteten initiiert. 150 Ehrenamtliche hatten sich an der Organisation beteiligt. "Das Fest war ein Erfolg", sagte Kern. Etwa 20 000 Euro an Spenden seien zusammengekommen, darunter alleine 6500 Euro von Firmen und Vereinen. Das Geld gehe an die Flüchtlingshilfe der Freisinger Caritas, erklärte der Bürgermeister.
