Süddeutsche Zeitung

Arbeitsmarkt in Freising:Ruhe vor der Wende

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Im November bleibt die Arbeitslosenquote im Landkreis unverändert. Im Dezember könnte sie wohl steigen.

Von Gerhard Wilhelm, Freising

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Freising im November minimal gesunken: Bei der Agentur für Arbeit waren im November 3121 Frauen und Männer aus Freising arbeitslos gemeldet. Das waren aber nur sechs Personen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 2,8 Prozent. Im November 2022 hatte sich für den Landkreis eine Quote von 2,5 Prozent errechnet, wie die Agentur für Arbeit Freising, zu der die Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding und Freising zählen, mitteilt. Damit liegt Freising in etwa im Durchschnitt des gesamten Arbeitsbezirks. Dort beträgt die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2,4 Prozent.

"Aktuell präsentiert sich der Arbeitsmarkt in unserer Region recht robust. Ganz spurlos gehen die konjunkturellen Entwicklungen aber natürlich auch an den hiesigen Unternehmen nicht vorbei, außerdem steht der Winter vor der Tür - mit eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten in den Außenberufen. Wir rechnen in den nächsten Wochen eher mit steigenden Arbeitslosenzahlen", sagt Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising.

Im Landkreis Freising hatten sich im November 766 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet. Das sind elf weniger als vor einem Jahr, gleichzeitig beendeten 760 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 71 weniger als im November 2022. Seit Jahresbeginn sind damit in der Agentur in Freising insgesamt 9016 Arbeitslosmeldungen eingegangen, das ist ein Plus von 706 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Weiter am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind mit 51,6 Prozent - 1610 - Männer, ihnen stehen 1511 Frauen gegenüber. 40,6 Prozent der gemeldeten Arbeitssuchenden sind Ausländer.

Unter den Arbeitslosen waren auch 261 Frauen und Männer mit einer Schwerbehinderung. Dort stagnieren die Zahlen seit Monaten. Anlässlich der bundesweiten Woche der Menschen mit Behinderung (27. November bis 1. Dezember) will der Chef der Arbeitsagentur Betriebe ermutigen, bei der Personalsuche auch Menschen mit Handicap in den Blick zu nehmen. "Eine Behinderung muss keineswegs eine Beeinträchtigung für die berufliche Leistungsfähigkeit eines Menschen bedeuten. Männer und Frauen mit Behinderung bereichern Betriebe - ihre Unternehmenskultur zum Beispiel. Im Sinne einer vorausschauenden Personalpolitik sind sie vor allem aber auch interessante Fachkräfte, die es zu gewinnen gilt", sagt Windisch.

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