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Altstadt:Protest kommt zu spät

Stadtrat vertagt Diskussion über das einstige Hotel "Zur Gred"

Ob das ehemalige Hotel "Zur Gred" in der Freisinger Altstadt in Zukunft als Arbeiterwohnheim genutzt werden kann, ist weiter offen. Der Planungsausschuss des Stadtrats hatte dem entsprechenden Antrag auf Umnutzung bekanntlich mit knapper Mehrheit zugestimmt, der Beschluss war dann jedoch von einem überfraktionellen Bündnis aus Grünen, ÖDP, der Linken und Teilen der Freien Wähler für den Gesamtstadtrat reklamiert worden.

Ziel dieser Reklamation ist, die rechtliche Situation durch die Aufstellung eines einfachen Bebauungsplans zu ändern, um das Arbeiterwohnheim zu verhindern und den Charakter der Oberen Altstadt als "besonderes Wohngebiet" zu erhalten und zugleich die zentrale Innenstadt im Bereich Obere Hauptstraße und Bahnhofstraße durch Läden, Gastronomie, Passagen zu beleben, wie es seitens der beteiligten Stadträte hieß.

Deren Hoffnung, das Thema würde dem Stadtrat nun in der Juli-Sitzung vorgelegt, wurde am Donnerstagabend allerdings enttäuscht. Die Reklamation sei für die bereits versendete Tagesordnung zu spät gekommen und es gelte noch einiges abzuklären, erläuterte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher auf Nachfrage von Grünen-Stadtrat Sebastian Habermeyer, der befürchtet hatte, durch die Verzögerung könnten "Fristen versäumt werden". Selbstverständlich werde die Thematik demnächst öffentlich im Stadtrat behandelt, versicherte Eschenbacher. Fristprobleme habe man nicht.

© SZ vom 25.07.2020 / vo

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