Altstadt-Christkindlmarkt eröffnet Budenzauber mit Kunst und Kulinarik

Da geht es rund: Wie in diesem Bild vom vergangenen Jahr dürfen sich Kinder auch heuer wieder auf das Kinderkarussel freuen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Ab diesem Donnerstag ist der Altstadt-Christkindlmarkt geöffnet. Es gibt 25 Aussteller und 50 Live-Auftritte bis Weihnachten.

Nadja Tausche, Freising

An diesem Donnerstag ist es wieder soweit: Zum sechsten Mal öffnet der Altstadt-Christkindlmarkt seine Tore, oder besser: Seine Buden. Auf dem Gelände des ehemaligen Schulhofs St. Georg auf dem Christopher-Paudiß- Platz können Besucher dann wieder essen und trinken, bummeln oder Konzerten lauschen. In diesem Jahr warten die Veranstalter Helga und Bernd Bildhauer dabei mit einigen Besonderheiten auf: "Wir versuchen, immer mal was Neues zu machen", erklärt Bernd Bildhauer.

So wurde das "Sternenbühnenchristbaumzelt" neu gestaltet und ist jetzt größer als zuvor. Hier werden die Musiker auftreten, insgesamt haben die Veranstalter über 50 Live-Auftritte organisiert. Dazu gehören Bands wie die Raintown Ramblers, die mit American Folkmusic aufwarten. Auch ein bayerisches Volksmusik-Kabarett-Duo mit dem Namen Sauglocknläutn gibt auf dieser Bühne sein Können zum Besten. Neu auf dem Markt ist ein Stand, an dem man selbst gebackene Elisenlebkuchen kaufen kann. Und auch eine Cocktailbar ist heuer mit dabei: Da gebe es verschiedenste Cocktails statt wie üblich nur Glühwein, so Bildhauer.

Außerdem gibt es einen Likörstand, mit dessen Gewinn gemeinnützige Einrichtungen und medizinische Forschung gefördert werden: Das Platzgeld spenden die Veranstalter. Für Kinder dagegen dürfte die Münchner Kasperlbühne besonders interessant sein, die jeden Samstag einen Auftritt hat. Für sie steht zudem ein Kinderkarussel bereit.

Das Kunsthandwerk ist dem Veranstalter besonders wichtig

Zu den besonders wichtigen Bestandteilen des Christkindlmarktes zählt Bildhauer das Kunsthandwerk. "Man versucht damit, die Tradition aufrechtzuerhalten", sagt er. Außerdem passe es zum Konzept der Veranstaltung: Kultur - Tradition - Genuss. So gibt es etwa Stände mit handgemachten Schmuck, andere bieten gehäkelte Mützen oder Weihnachtsschmuck an. Als generelle Entwicklung stellt der Veranstalter fest, dass viele Besucher hauptsächlich zum Schauen auf den Christkindlmarkt kommen. Sie kaufen aber nicht unbedingt etwas, meint er - oder wenn, dann oft nur Essen und Trinken. "Da versucht man immer, gegenzuarbeiten", sagt Bildhauer. Viel von dem angebotenen Handwerk komme außerdem aus der Region, sagt er und betont: Mit dem Kauf unterstütze man kleine Kunsthandwerker aus der Gegend.

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Insgesamt gibt es auf dem Markt etwa 25 Aussteller. Nicht alle sind den kompletten Zeitraum über da, manche stellen beispielsweise nur eine Woche aus, wie Bildhauer erklärt. Insgesamt sei er zufrieden, wie sich der Christkindlmarkt in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Die Standmiete mussten die Veranstalter in diesem Jahr nicht erhöhen.

Neben dem Christkindlmarkt am ehemaligen Schulhof St. Georg gibt es in der Freisinger Innenstadt noch andere Märkte, etwa den auf dem Freisinger Marienplatz oder den im Schafhof. Veranstalter Bildhauer betrachtet die aber nicht als Konkurrenz: "Die sind eher ein Zugewinn", meint er. Viele Leute kämen immerhin aus dem Landkreis in die Stadt, für die lohne es sich mehr, wenn sie gleich mehrere Christkindlmärkte besuchen können.

Eröffnet wird der Altstadt-Christkindlmarkt am Donnerstag, 29. November, um 18 Uhr von Landrat Josef Hauner und Bürgermeisterin Eva Bönig. Von da an ist er bis zum 23. Dezember geöffnet.