Allershausen prüft MöglichkeitenSchulschließung verhindern

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Bianca Kellner-Zotz fordert Luftfilter in Klassenräumen

Von Petra Schnirch, Allershausen

Gemeinderätin Bianca Kellner-Zotz (CSU) dringt darauf, den Einbau von Luftfiltern in der Allershausener Schule zu prüfen. Die Staatsregierung fördere derzeit die Installation stationärer Anlagen. Weitere Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie müssten unbedingt verhindert werden, so ihr Appell in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. "Die Schulen müssen im Herbst aufbleiben."

Die Gemeinde will an dem Thema dran bleiben. Stefan Zandt (FWG) warnte aber davor, bei den Eltern zu hohe Erwartungen zu wecken. Er äußerte Zweifel, dass ein Einbau bis Oktober über die Bühne gehen könne. Auch die Höhe des Kosten ist noch unklar.

In der Sitzung gab es auch aus CSU-Kreisen viel Kritik am Vorgehen der Staatsregierung. Ministerpräsident Markus Söder erwägt offenkundig, Kommunen zur Anschaffung von Luftfiltern für ihre Schulen zu verpflichten. "Es ist schon etwas komisch, was da passiert", fand Zweiter Bürgermeister Manuel Mück (CSU), wenn dies nun auf die Kommunen abgewälzt werden solle. Falls diese tatsächlich 50 Prozent der Kosten tragen sollen, sei das "eine große Summe". Auch die Zeitachse sei "spannend", sagte er mit Blick auf das kommende Schuljahr, das in zweieinhalb Monaten beginnt. Die Staatsregierung hätte dies vor einem halben Jahr angehen müssen, meinte auch Zandt. Bianca Kellner-Zotz sprach von "Wahlkampfgetöse", die Kommunen würden wieder vorgeschickt. Dennoch müsse eine Lösung gefunden werden. Sie schlug vor, auf die kommunalen Verbände zuzugehen. Eine Förderung von 50 Prozent ist in ihren Augen nicht ausreichend.

Auch Bürgermeister Martin Vaas (FWG) plädierte dafür, das Thema weiter zu verfolgen. Allerdings müsse gesichert sein, dass die Schule - auch bei einer steigenden Inzidenz - geöffnet bleibe, wenn die Räume mit Luftfiltern ausgestattet werden. "Das wäre sonst ein Schildbürgerstreich." Bisher war das nicht der Fall, entscheidend waren allein die Corona-Fallzahlen. Deshalb sei das Förderprogramm für stationäre Anlagen auf wenig Resonanz gestoßen. Die angebotenen mobilen Geräte seien meist zu laut oder von schlechter Qualität, sagte Vaas und verwies auf Praxistests in Kranzberg.

Leonhard Held (CSU) schlug vor, einen Projektanten zu kontaktieren, um die Kosten und den Arbeitsaufwand zu ermitteln. Christian Bail (CSU) verwies darauf, dass Luftfilter ohnehin sinnvoll seien, auch aus energetischer Sicht.

© SZ vom 01.07.2021 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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