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Kommunalwahl in Allershausen:Martin Vaas will Bürgermeister werden

Martin Vaas

Martin Vaas will Bürgermeister von Allershausen werden, die Parteifreien Wähler haben ihn nun offiziell nominiert.

(Foto: Andreas Gebert)

Die Parteifreien Wähler haben den Stellvertreter von Rupert Popp als Kandidaten nominiert.

Martin Vaas

Martin Vaas will Bürgermeister von Allershausen werden, die Parteifreien Wähler haben ihn nun offiziell nominiert.

(Foto: Andreas Gebert)

Die Parteifreien Wähler (PFW) haben am Donnerstag im Fuchswirt als erste Gruppierung in Allershausen ihre Liste für den Gemeinderat vorgestellt und ihren Bürgermeisterkandidaten offiziell nominiert. Martin Vaas möchte Nachfolger von Rupert Popp werden, der nicht mehr antritt.

Vaas stellte sich kurz vor. Er ist 55 Jahre alt und ebenso lange "fest verwurzelt in Allershausen", wie er sagte. Seit zwölf Jahren engagiert er sich in der Kommunalpolitik, seit 2014 ist er Zweiter Bürgermeister. Vaas ist verheiratet und hat eine Tochter, seit 31 Jahren arbeitet er beim Wasserzweckverband Freising-Süd, seit 20 Jahren in leitender Funktion. Die Steuerung großer Projekte sei für ihn kein Neuland, betonte er.

Seniorenbeirat geplant

Anschließend ging er auf einige Eckpunkte des Wahlprogramms ein. Eines der Ziele in der Seniorenpolitik ist, Plätze für eine Kurzzeitpflege einzurichten. Auch einen Seniorenbeirat will Vaas etablieren. Vor allem für junge Familien sei es wichtig, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Ausbau der Kindertagesstätten ist den Parteifreien ebenfalls ein Anliegen, außerdem das Freizeitangebot. Vaas erinnerte daran, dass auf Initiative der PFW vor kurzem der Boule-Platz eingeweiht werden konnte. Auch die Eisbahn komme gut an. Weiterer Punkt ist die Einrichtung eines Jugendbeirats.

Außerdem will Vaas eine Energieberatungsstelle für Bürger schaffen. Er verwies darauf, dass in Allershausen schon 2015 Bienenweiden angelegt worden seien und auf Veranlassung der PFW das Grüngut am Wertstoffhof getrennt werde, wodurch die Gemeinde Geld spare. Wichtig ist ihm auch ein Nahverkehrskonzept für Allershausen mit Radwegeplan. Zwischen den Ortschaften seien mehr Querverbindungen für Radfahrer wünschenswert, sagte Vaas. Die Parksituation sei ein weiteres Thema. Ziel sei darüber hinaus, ein E-Carsharing anzubieten. Umzusetzen sei das alles nur mit einem Mobilitätsbeauftragten.

Ziel ist, "treibende Kraft" zu bleiben

Die Parteifreien Wähler wollten "treibende Kraft in Allershausen bleiben", sagte Vaas. Mit der Kandidatenliste sei er zuversichtlich, dass dies gelingen werde. Die Mischung sei ausgewogen, die Dörfer seien vertreten, verschiedene Altersgruppen und Berufe, auf den vorderen Plätzen stehen mehrere Frauen. Allerdings müssen die Parteifreien Wähler bei der Kommunalwahl im März 2020 auf einige ihrer bisherigen Zugpferde verzichten, die nicht mehr kandidieren. Der ehemalige Zweite Bürgermeister Richard Dinkel, Sebastian Huber, Christian Gührs und Ursula Kopp ziehen sich zurück. Nina Huber ist ebenfalls nicht mehr mit dabei, sie ist neue Regionalmanagerin der Ampertal-Gemeinden. Derzeit stellen die Parteifreien Wähler elf Gemeinderäte und den Bürgermeister.

Die Kandidaten

1. Martin Vaas, 2. Anna Gründel, 3. Andreas Glück, 4. Stefan Zandt, 5. Max Raith, 6. Peter Colombo, 7. Johanna Weiner, 8. Claudia Stroh, 9. Markus Berchthold, 10. Tina Reichelt, 11. Friedrich Moser, 12. Karl Lichtenstern, 13. Philipp Jordan, 14. Patrik Reinhardt, 15. Michael Spicker, 16. Jutta Niebauer, 17. Markus Lachner, 18. Andreas Gamperl, 19. Franz Bergmaier, 20. Anett Meinhardt. Ersatz: André Matthäus.

Sowohl die Liste als auch Vaas erhielten jeweils alle 44 Stimmen der Wahlberechtigten. Er wisse, dass sein Vorgänger "richtig große Fußstapfen" hinterlasse, sagte Vaas. "Aber ich habe 47er Schuhgröße - ich kann's ausfüllen."

© SZ vom 19.10.2019/psc
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