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Kommunalwahl in Allershausen:Marcus Klose tritt für die CSU an

Marcus Klose will in Allershausen Bürgermeister werden, die CSU hat ihn kurz vor Fristende nominiert.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der 52-jährige Unternehmer will Bürgermeister werden.

Die CSU in Allershausen hat es spannend gemacht. Einen Tag, bevor die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge endete, hat sie ihren Bürgermeisterkandidaten vorgestellt. Marcus Klose wurde am Mittwochabend im Gasthof Obermeier einhellig von den 13 stimmberechtigten Mitgliedern nominiert. Somit gibt es in Allershausen nun drei Bewerber, die die Nachfolge von Bürgermeister Rupert Popp (PFW) antreten wollen.

Für den Ortsverband waren die vergangenen Wochen nicht einfach. Ortsvorsitzender Manuel Mück hatte sein Interesse an einer Bewerbung für das Bürgermeisteramt frühzeitig bekundet, doch die CSU kürte ihn dann zu ihrem Landratskandidaten. In der Weihnachtspause führte er, wie angekündigt, weitere Gespräche. Marcus Klose schlug schließlich ein. Mück verspricht sich davon einen "Riesenschub" für die Wahl. In einer wichtigen Gemeinde wie Allershausen sollten die Bürger eine Auswahl haben, sagte Johann Stegmair, Bürgermeister von Hohenkammer, in seinem Grußwort.

Landratskandidat Manuel Mück verspricht sich davon einen "Riesenschub" für die Wahl

Klose, der auf Platz zwölf der CSU-Liste für den Gemeinderat steht, ist selbständiger Unternehmer, der 52-Jährige führt einen Betrieb im Bereich Prozessautomation. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises Jugend und Jugendreferent, außerdem arbeitet er im AK Gewerbe und Verkehr mit. Er skizzierte einige seiner Ziele. Für die Jugend gebe es ein großes Vereinsangebot in Allershausen, dennoch sei einiges zu tun. Klose schlägt vor, einen Jugendrat einzurichten. Auch im Arbeitskreis sollten junge Leute mitarbeiten.

Was in Allershausen laut Klose fehlt, sind Gewerbeflächen für ortsansässige Betriebe, die sich vergrößern wollen. Er sprach sich für eine Neuaufstellung des Flächennutzungsplans aus, der den Entwicklungshorizont einer Gemeinde für die kommenden Jahrzehnte aufzeigt. Es müsse verhindert werden, dass interessante Arbeitsplätze und gute Steuerzahler abwandern.

Klose will sich dafür einsetzen, dass Gewerbeflächen für ortsansässige Betriebe vergrößert werden können

Außerdem "ersäuft Allershausen im Verkehr", sagte Klose, die Ortschaft habe "ein Riesen-Parkplatzproblem". Deshalb wolle die CSU erneut einen Vorstoß im Gemeinderat unternehmen, beim Bau von Mehrfamilienhäusern Tiefgaragen zu fordern.

Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer lobte den Weg, den die Allershausener CSU vor einigen Jahren eingeschlagen habe. Sie habe jungen Leuten wie Mück eine Chance gegeben und damit in der Partei die Weichen für die Zukunft gestellt. Zwei Punkte aus dem Wahlprogramm für den Kreis griff er auf: Die CSU wolle einen Rufbus auch für Senioren ins Leben rufen, damit diese zum Arzt oder zur Apotheke kommen. Wenn das Klinikum Freising in Zukunft bestehen wolle, müsse man in Aus- und Weiterbildung investieren und beispielsweise einen Kindergarten für das Personal bauen. Lob hatte er auch für Klose parat. Er habe ihn als akribischen Arbeiter kennengelernt, sagte Irlstorfer, der ins Detail gehe.

© SZ vom 24.01.2020
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