Agentur für Arbeit FreisingKein Anlass zur Sorge

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Witterungsbedingt steigt die Zahl der Arbeitslosen leicht an

Um gleich 0,4 Prozentpunkte ist die Arbeitslosenquote im Januar nach oben geklettert. Sie liegt im Landkreis Freising bei 2,6 Prozent. Insgesamt 2927 Personen waren arbeitslos gemeldet, 446 mehr als noch im Dezember. Laut Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising, ist diese Entwicklung aber typisch für diese Jahreszeit. "Die Zahlen geben also weniger Anlass zur Sorge, als sie es auf den ersten Blick vermuten lassen." Zum Vergleich: Vor einem Jahr betrug die Quote sogar 3,3 Prozent, 2019, also kurz vor Beginn der Pandemie, 2,5 Prozent.

Die Arbeitgeber meldeten zuletzt 306 zu besetzende Stellen im Landkreis. Insgesamt befanden sich im Januar damit 1868 Angebote im Stellenpool, 766 mehr als vor einem Jahr und 118 Offerten mehr als im Januar 2020. Gesucht wird vor allem Personal in den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit sowie Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus.

Unternehmen in den witterungsabhängigen Branchen müssten ihren Betrieb in der kalten Jahreszeit oftmals stark einschränken und teilweise auch Personal entlassen, heißt es im aktuellen Bericht der Arbeitsagentur. Betroffen von der Winterarbeitslosigkeit sind vor allem Männer. Im Januar 2022 waren im Landkreis 351 Männer mehr arbeitslos gemeldet als noch im Vormonat - ein Anstieg von 26,1 Prozent. Bei den weiblichen Arbeitslosen errechnete sich ein Plus von 8,4 Prozent oder 95 Personen. "Erfahrungsgemäß wird sich die Arbeitslosigkeit bei steigenden Temperaturen wieder reduzieren", sagt Windisch. Insgesamt habe sich der Arbeitsmarkt zu Jahresbeginn in vielen Branchen in besserer Verfassung gezeigt als vor einem Jahr.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg, die alle zum Agenturbezirk Freising gehören, nahm wieder leicht zu. Zwischen Juni 2020 und Juni 2021 stieg sie um 1028 Personen auf insgesamt 216 558 Beschäftigte, ein Zuwachs von 0,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres errechnete sich ein Rückgang von 0,4 Prozent. Allerdings war die Entwicklung sehr unterschiedlich.

Während es Dachau und Ebersberg ein deutliches Plus verzeichneten, sank die Zahl im Landkreisen Erding deutlich um 1034 Personen oder 2,3 Prozent, in Freising waren es 582 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte weniger (minus 0,7 Prozent). Positiv sieht die Bilanz im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung mit einem Plus von 576 Beschäftigten sowie im Gesundheitswesen (plus 469) aus, Rückgänge gab es im Segment Verkehr und Lagerei (minus 939) und im Gastgewerbe (minus 364 Beschäftigte).

© SZ vom 02.02.2022 / psc - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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