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91 neue Mitglieder:Ertragreiches Jahr

Bürger-Energie-Genossenschaft zieht eine positive Bilanz

Für viele Menschen, Vereine oder Betriebe war 2020 ein schwieriges und wirtschaftlich schlechtes Jahr. Ganz anders erging es der Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG). Für 2020 kann eine ertragreiche und positive Jahresbilanz gezogen werden. Die BEG-Solaranlagen liefern Spitzenerträge und auch die Mitgliederzahlen haben stark zugenommen: Im vergangenen Jahr kamen 91 neue Mitglieder hinzu, weshalb nun insgesamt 723 Bürger, Firmen und Gemeinden der Genossenschaft angehören. Doch nicht nur die Mitglieder, auch die Anzahl der Kunden ist 2020 gestiegen - um elf Prozent.

Unterdessen gingen zwei weitere Bürger-Solardachanlagen sowie ein erster Bürger-Solarpark ans Netz. An der Finanzierung beteiligten sich 153 Mitglieder mit insgesamt 550 000 Euro. Das Bürgerwindrad zählte nach wie vor zu den wichtigsten Säulen in der Erneuerbaren Energie - es erzeugt sehr viel Energie bei nur minimalem Platzbedarf und ergänzt sich im Jahresverlauf optimal mit der Solarenergie. Auch die Solarerträge lagen rund zehn Prozent über der Prognose.

Doch nicht nur in Freising oder Bayern sind solch positive Jahresbilanzen zu ziehen. Mittlerweile werden in Deutschland 50,6 Prozent des Netto-Strombedarfs durch Erneuerbare Energien abgedeckt - das ist ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber 2019. Der größte Produzent bleibt dabei die Windenergie mit 53,3 Prozent, gefolgt von Photovoltaik, der Biomasse und der Wasserkraft. Seit dem vergangenen Jahr bezieht die BEG auch Solarstrom aus Johanneck zu äußerst niedrigen Produktionskosten - dies ermöglichte eine Strom-Preissenkung des Bürger-Stroms zum Januar 2021 um brutto zwei Cent je Kilowattstunde.

Als Ausblick wurden von der BEG zwei große Projekte angekündigt: Auf zwei neuen Gebäuden der Stadt Freising werden Mieter-Strom-Projekte mit in Summe 120 Kilowatt in der Spitze (kWp) bei rund 110 Wohnungen errichtet. Des Weiteren wurde mit einem Bioland-Landwirt die Errichtung einer PV-Anlagen mit 300 kWp auf seinem Hühnerstall vereinbart.

© SZ vom 14.01.2021 / HADI
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