Die Gemeinde Allershausen hat eine der größten Fotovoltaikanlagen realisiert, die in diesem Jahr im Landkreis Freising ans Netz geht: Mit den Paneelen auf dem Bauhof-Dach erzeugt die Gemeinde Strom für den Betrieb der Kläranlage und des Bauhofs. Damit spare Allershausen nicht nur CO₂, sondern auch Geld, sagte der Allershausener Bürgermeister Rupert Popp bei der offiziellen Inbetriebnahme.
Die Anlage wird laut Prognose etwa 89 000 Kilowattstunden im Jahr liefern, 73 000 - oder 82 Prozent - wird die Gemeinde selbst verbrauchen, die restlichen 16 000 werden ins öffentliche Netz eingespeist. Der Strombezug verringert sich dadurch von 284 000 auf 211 000 Kilowattstunden pro Jahr. Die errechnete CO₂-Einsparung beziffern die Experten auf 66 Tonnen pro Jahr. Besonderheit der Anlage ist ihre Ausrichtung nach Osten und Westen. Dadurch werden die Mittagsspitzen reduziert, dafür steigt die Solarstromerzeugung morgens und nachmittags. Ein solches Modell ist nach Angaben der Gemeinde vor allem bei einem möglichst hohen Eigenverbrauch sinnvoll.
Die Bauzeit betrug von der Vergabe durch den Gemeinderat am 19. April bis zur Fertigstellung am 31. Mai lediglich sechs Wochen. Bürgermeister Popp dankte dem Planungsbüro Andreas Henze und der ausführenden Firma Freising Solar für die rasche Umsetzung. Bis der Auftrag vergeben werden konnte, hatte sich das Verfahren aber etwas verzögert, weil zunächst die Statik des Bauhof-Dachs geprüft werden musste. Anschließend musste das Dach dann durch einen Zimmerer verstärkt werden. Die Kosten betragen insgesamt 180 000 Euro, nach 14 Jahren haben sie sich, so die Berechnung, wieder amortisiert.
