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Freiham/Aubing:Sehenswürdigkeiten

Bildungscampus in München-Freiham, 2020

Aufsehen erregende Architektur: Das Interesse von Bürgern ist groß, den neuen Bildungscampus in Freiham in Augenschein zu nehmen.

(Foto: Catherina Hess)

Warten auf Führungen durch "Campus der Superlative" und weitere Schulneubauten

Von Ellen Draxel, Freiham/Aubing

Der Bildungscampus Freiham, schulische Heimat für Gymnasiasten, Realschüler, Grundschüler und derzeit Fachoberschüler, ist sowohl bildungspolitisch als auch architektonisch ein Vorzeigeprojekt. Entsprechend groß ist das Interesse der Bürger: Sie würden gerne mehr als nur die Außenfassade von diesem "Campus der Superlative", wie ihn die Stadt selbst nennt, sehen. Der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied hat deshalb wiederholt einen Tag der offenen Tür für den Bildungscampus und alle anderen neu gebauten Schulen im 22. Stadtbezirk gefordert, also auch für die Grundschulen an der Aubinger Allee und der Gustl-Bayrhammer-Straße sowie die am Westkreuz beheimatete Grundschule am Ravensburger Ring. Insbesondere "die neuen Lernmethoden, das Lernhauskonzept und die moderne Ausstattung", wissen die Lokalpolitiker, sind vielen Erwachsenen aus ihrer eigenen Schulzeit nicht bekannt.

Doch weil die meisten der angefragten Schulen staatliche Einrichtungen sind, seien der Stadt diesbezüglich die Hände gebunden, sagt Stadtdirektor Peter Scheifele. "Das Referat für Bildung und Sport kann an Staatlichen Schulen in seiner Rolle als Sachaufwandsträger keinen Tag der offenen Tür durchführen", erklärt der stellvertretende Referatsleiter in einem Schreiben an die Stadtteilvertreter. Gleichlautend hatte sich bereits im August die damalige Stadtschulrätin Beatrix Zurek geäußert, die inzwischen dem Gesundheitsreferat vorsteht.

Zumindest für den Bildungscampus hat das Bildungsreferat aber nach Fertigstellung des Standorts allen Zuständigkeiten zum Trotz schon Führungen angeboten - allerdings nur auf Anfrage und unter Berücksichtigung der Unterrichtszeiten der Schulen. Und auch die Münchner Volkshochschule hatte bereits kostenlose Führungen im Programm. Sobald sich abzeichne, wie es mit der Corona-Pandemie weitergehe, werde man das Thema weiterverfolgen, verspricht Scheifele. "Wir werden dann selbstverständlich mit dem Staatlichen Schulamt, den zuständigen Ministerialbeauftragten sowie der Regierung von Oberbayern das Gespräch suchen und weitere Möglichkeiten erarbeiten, wie dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger entsprochen werden kann."

© SZ vom 14.01.2021
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