Premiere im Münchner MarstallAls Freddie Mercury sich in München fand und verlor

Lesezeit: 4 Min.

Ja, man kann sich selbst erschaffen. Hier spielt Max Mayer den Mercury.
Ja, man kann sich selbst erschaffen. Hier spielt Max Mayer den Mercury. Sandra Then

„Mercury“ im Marstall des Residenztheaters spürt dem Faszinosum Freddie Mercury nach, der im Münchner Glockenbachviertel als Schwuler glücklich war.

Kritik von Christian Jooß-Bernau

SZ bei Google bevorzugen

Schon hat man keine Orientierung mehr, in diesem nach schwerem Saunaaufguß riechenden Bühnennebel, diesen Rotlichtschwaden, Rosalichtschwaden – wie am Ende eines Discoabends. Auf der einen Seite, zwei Körper nebeneinander, aufeinander. Momente davor strichen sie noch umeinander, streichelten, lugten ums Eck, verschwanden gemeinsam. Weiße Handtücher, Bademäntel, nackte Oberkörper. In den Bewegungen – als würde man ein Video in halber Geschwindigkeit abspielen – verdichtet sich mit jeder Sekunde eine sexuelle Spannung, die nichts Brutales, Unangenehmes in sich birgt. Irgendwo in diesem Nebel saß er vor etwas über 40 Jahren, der größte Rockstar seiner Zeit: Freddie Mercury. In der Sauna, in München.

Zur SZ-Startseite

Autor Hans Pleschinski über Münchens queere Szene
:„Wir haben die Stadt enorm bereichert“

Keiner hat Münchens schwule Community so fulminant beschrieben wie Hans Pleschinski in „Bildnis eines Unsichtbaren“. Ein Gespräch über widersprüchliche Entwicklungen der Stadt – und die Bedeutung des ersten homosexuellen Oberbürgermeisters.

SZ PlusInterview von Antje Weber

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: