Die einen zeigen Filme aus Frankreich, China, Griechenland, Rumänien oder Lateinamerika, die anderen setzen auf den Filmnachwuchs („Festival of Future Storytellers“) oder auf Film-Präsentationen von Menschen mit Fluchterfahrung („Kino Asyl“): Im Herbst finden in München besonders viele Festivals statt, die Zeit zwischen Oktoberfest-Ende und dem Start der Weihnachtsmärkte scheint sich besonders anzubieten für Filmveranstaltungen dieser Art. Die Frauenfilmreihe „Bimovie“ etwa gibt es seit 1991, hier dreht sich alles um unabhängige und sich selbst ermächtigende Frauen.
Dieses Jahr kommt diese Reihe aber deutlich komprimierter daher: Statt einer Woche dauert sie nur ein Wochenende, gerade einmal vier Filme sind im Angebot. Das hat etwas mit dem übervollen Münchner Festivalkalender zu tun, der Filmfans manchmal unnötig oft vor die Wahl stellt. Darüber hinaus geht es den Organisatorinnen auch um die Stärkung ihres Markenkerns, der Aufführung von Frauenfilmen also: „Um das noch stärker zu betonen, haben wir beschlossen, zukünftig unser Filmfest rund um den Internationalen Frauentag zu legen“, schreiben sie. Die nächste reguläre „Bimovie“-Ausgabe findet von 5. bis 11. März 2026 statt.
Um ihrem Publikum die Umstellung zu erleichtern, gibt es im November eine abgespeckte „Bimovie“-Version, wie immer im Neuen Maxim Kino in Neuhausen. Los geht es mit dem Spielfilm „Pooja, Sir!“, der sich um eine Kindesentführung in Nepal und eine in diesem Fall ermittelnde lesbische Kommissarin dreht. Der Thriller feierte 2024 Premiere beim Festival in Venedig, jetzt ist er in München zu sehen. Nach Malaysia geht es im Dokumentarfilm „Queer as Punk“: Eine LGBTQ-Punkband widersetzt sich den konservativen Traditionen in ihrem Heimatland, die Band-Mitglieder musizieren, lachen und flirten miteinander.
Im Dokumentarfilm „Frühling in Kangiqsualujiuag“ geht es um drei Frauen beziehungsweise Mädchen aus einer abgelegenen Inuit-Siedlung in der Arktis. Die Regisseurin Marie Zrenner studierte an der HFF München und wird die deutsch-kanadische Koproduktion persönlich vorstellen. Abgerundet wird das Filmwochenende von Leah Purcells Drama „The Drover’s Wife“, darin spielt die Regisseurin selbst eine hochschwangere Frau im Jahr 1892 im australischen Outback. Alle Filme werden jeweils einmal wiederholt, aufgeführt werden sie in ihren Originalversionen mit Untertiteln.

