Es regnet an diesem 5. Mai 2025 in München. Kein Kaiserwetter – und doch ein Tag mit Symbolkraft. Auf dem Platz vor der Fröttmaninger Arena hängt noch ein rotes Tuch über dem neuen Straßenschild. Freunde, Familie und Weggefährten von Franz Beckenbauer versammeln sich unter großen weißen Schirmen. Auch Lothar Matthäus und Uli Hoeneß sind gekommen.
Sie alle sind da, um gemeinsam den Platz einzuweihen, der ab sofort einen besonderen Namen trägt: Die Fröttmaninger Arena steht nun am Franz-Beckenbauer-Platz 5. Nicht nur die Hausnummer, auch das Datum der feierlichen Enthüllung ist abgestimmt auf Beckenbauers Rückennummer, die legendäre Nummer fünf. FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer sagt in seiner Rede: „Darüber hätte er wohl geschmunzelt!“
Dass der Platz vor dem Stadion nun Beckenbauers Namen trägt, sei die höchste Ehre, die die Stadt München zu vergeben hat, betont Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Benennung sei ein Zeichen tiefsten Respekts für Franz Beckenbauer – den Fußballer, Trainer und Funktionär, der München über Jahrzehnte weltweit vertreten habe.
Gemeinsam mit Beckenbauers Witwe Heidi enthüllen Reiter und Hainer das mit Blumen und rot-weißen Bändern geschmückte Schild. Offiziell wurde die Werner-Heisenberg-Allee 25 jedoch bereits zum 1. Mai 2025 umbenannt.
Franz Beckenbauer war am 7. Januar 2024 im Alter von 78 Jahren gestorben. Für Herbert Hainer ist der Platz die passende Form der Würdigung. Eine einfache Straße wäre Beckenbauer nicht gerecht geworden. Eine kaiserliche Allee – das wäre zu prunkvoll gewesen. Ein Platz passe besser – Beckenbauer habe immer einen Blick für den freien Raum, für das Große und Weite gehabt.

