Fotoband "Mein Bild von München":München, wie es kaum einer kennt

Es sind diese besonderen Situationen, Perspektiven und Farben, die inzwischen drei Bildbände füllen. Momente, die selbst eingefleischte Münchner selten zu Gesicht bekommen.

Von Jenny Stern

15 Bilder

"Das Bild von München"

Quelle: Marco Sproviero

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Die Macher der Bildbände, Meik Küst und Hans Kelén, haben diese Momente vom Leben in der Stadt gesammelt und im Bildband "Mein Bild von München" zusammengetragen. Weil die Idee so gut ankam, folgten zwei weitere Bände und Ausstellungen auf der Praterinsel. Die Fotos dafür stammen von Profi- wie Amateurfotografen.

Zum Siegerfoto aller drei Ausgaben kürten die Ausstellungs-Besucher den aufgehenden Mond hinter den Türmen der Frauenkirche. In dieser schummrigen Atmosphäre erzählt der Münchner seinen Besuchern dann gerne von den Legenden, die sich um die Kirche ranken. Zum Beispiel, dass der Teufel einen Pakt mit dem Dom-Bauer geschlossen hat und dann von ihm hintergangen wurde.

"Das Bild von München"

Quelle: Boris Storz

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Von der gespenstischen Nacht geht es in den belebten Tag und an die Isar. Wie kleine Spielfiguren sehen die Badenden in der Nähe der Praterinsel auf diesem Bild aus. Und schon wieder ist es der unkonventionelle Blick auf Alltägliches, der den Betrachter fesselt. Platz zwei, sagt das Publikum.

"Das Bild von München"

Quelle: Martha Feustel

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Die Dächer der ehemaligen Sommerresidenz der Wittelsbacher tragen im Winter weiße Häubchen, im eisigen Wasser spiegeln sich die Rot- und Gelbtöne der untergehenden Sonne. Das Nymphenburger Schloss lässt sich eigentlich kaum ein Besucher der Stadt entgehen, am Abend sind die meisten aber schon wieder unterwegs zur Unterkunft oder nächsten Touristenattraktion. Schade, denn gerade dann lassen Wolken und Sonne im Zusammenspiel die prächtigsten Formen und Farben entstehen: hier eine königliche Krone.

"Das Bild von München"

Quelle: Raphael Eltrop

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Der Englische Garten schläft noch, aber eine einzelne Joggerin ist schon wach und läuft über die vom Nebel verhangenen Wiesen und Wege. Geschossen wurde das Bild vom Monopteros aus.

Die zweite Ausgabe von "Mein Blick auf München" versucht, mit den gängigen Klischees über die Stadt aufzuräumen: Damit etwa, dass bei Sonnenschein alle in den Englischen Garten stürmen oder, dass man im Sommer in den Biergarten und im Herbst auf das Oktoberfest geht. Der Bildband ist, wen wundert es: ausverkauft.

"Das Bild von München"

Quelle: Monika Hagemann

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Ein weiteres Motiv vom Schloss Nymphenburg, es scheint auch die Münchner magisch anzuziehen. Eine dicke Wolkendecke liegt über der Parkanlage, nur das fürstliche Gebäude ruht unbeeindruckt im letzten Licht des Tages und in weiter Ferne.

"Das Bild von München"

Quelle: Benjamin Keberle

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Ein Bild im Bild im Bild im Bild: Fotograf Benjamin Keberle spielt in seinem Foto mit der Spiegelung im Trambahn-Fenster. Dabei bildet er verschiedene Szenen ab, die wie Parallelwelten erscheinen. Der Betrachter sieht - neben dem Fotografen selbst - eine Straßenszene in der Isarvorstadt und eine Frau in der Bahn, die nach draußen, auf eine weitere Szene, schaut.

"Das Bild von München"

Quelle: Timm Zorn

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Auf der Luitpoldbrücke liegen vier große Steinskulpturen, die die vier bayerischen Stämme symbolisieren sollen. Diese Jäger-Figur etwa steht für Altbayern. Der Friedensengel im Hintergrund hat sich zu ihm gesellt und auf seine Lanze gesetzt.

"Das Bild von München"

Quelle: Silvia Less

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"Glanzvolle Stärke" nennt Fotografin Silvia Less ihr Bild. Auf dem Königsplatz vor der Staatlichen Antikensammlung baut sich dieser Löwe auf - eben glänzend und stark.

"Das Bild von München"

Quelle: See Bauer

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Der dritte und vorerst letzte München-Bildband untersucht die Stadt bei Tag und Nacht. Dieses Bild von See Bauer vereint sie gedanklich miteinander. Eine tatowierte Frau sitzt im Wirtshaus Fraunhofer vor der holzverkleideten Wand. Während auf der Tafel über ihr noch Erdbeeren mit Vanilleeis angepriesen werden, bereitet sich die Küche auf die Gäste des Abends vor.

"Das Bild von München"

Quelle: Sabine Gistl

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Die Gedanken sind frei: Vor einem Bekleidungsgeschäft in Schwabing betrachtet eine Nonne die Kleider im Schaufenster. Normalerweise bleiben eher junge Frauen mit ihren Freundinnen vor dem Laden für Haute Couture stehen.

"Das Bild von München"

Quelle: Stephanie Kaden

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Auf dem Gelände des ehemaligen Viehhofs im Schlachthofviertel dürfen Sprayer ganz legal ihre Graffitos sprühen. Noch farbenfroher werden die sonst tristen Mauern, als zwei Männer mit einem Bund blauer, roter und gelber Luftballons vorbeilaufen.

Das Bild von München

Quelle: Lorraine Hellwig

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Besonders gut entspannen können sich die Münchner aber immer noch über den Dächern der Stadt. Da ist man der Sonne einfach am nächsten.

Das Bild von München

Quelle: Sven Eichhorn

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Vor der Antikensammlung am Königsplatz stoppt eine weiße Limosine, eine Gruppe von Jugendlichen steigt aus und erhebt die Gläser. Was sie wohl feiern?

Projekt Das Bild von München

Quelle: Johannes Bauer

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Zählt man die Antenne mit, ist der Olympiaturm angeblich das zweithöchste Gebäude in Bayern. Ob das wirklich stimmt, ist einem bei dem sagenhaften Blick über die Stadt aber irgendwie egal. Bei gutem Wetter sieht man sogar die Alpen. Aber natürlich nur am Tag.

Mein Bild von München

Quelle: Mein Bild von München

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Bildband "Mein Bild von München III - Unsere Stadt bei Tag und Nacht", 192 Seiten, 14,90 Euro. Die Ausgabe ist in ausgewählten Münchner Buchläden erhältlich.

© SZ.de
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