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Fotoalbum:Verena Lederer

Online-/Digital-Grafik

„Ich habe lange gebraucht, um mich auf der Bühne wohl zu fühlen“, sagt Verena Lederer. Aber jetzt weiß sie: Hier gehört sie hin.

(Foto: Stephan Rumpf, Alex Wagner, Patrick Itter, privat, SZ-Grafik)

Sie sind von Münchens Bühnen nicht mehr wegzudenken. Aber wie haben die Musiker und Musikerinnen eigentlich angefangen? Für die Junge-Leute-Seite haben Künstler in ihrem Fotoalbum geblättert

Alles hat mit einem Liebeslied angefangen. War ja irgendwie klar. Zumindest für die, die schon einmal auf einem Konzert von Klimt waren. Und mit Gänsehaut den bitter-süßen Songs und der Stimme von Verena Lederer gelauscht haben. Sinnlich. Schwebend. Wie ein vorbeiziehender Hauch. In der zehnten Klasse coverte sie den U 2-Song "With or without you". Die erste Trennung sei damals gerade mal zwei Tage her gewesen, erinnert sie sich - und "als die Leute im Publikum weinten, wusste ich: Genau da gehören meine Gefühle hin, genau da möchte ich Kunst ausüben." Mit der Musik fing es aber schon früher an. In der Grundschule sang sie im Kinderchor und lernte Blockflöte. Mit ihrer Cousine spielte sie Konzerte für die Verwandtschaft. Den ersten Bandproberaum betrat sie mit 16 - sie sollte für eine befreundete Indie-Schulband singen. Von 2013 war sie dann vier Jahre bei der Postrockband The New Colossus - und sammelte Sicherheit für ihre Solokarriere. "Gerade als Sängerin einer Postrockband, wo man bei 10-minütigen Instrumentalteilen nicht weiß, was man auf der Bühne tun soll, fordert ein Auftritt sehr viel Selbstbewusstsein", sagt sie.

© SZ vom 21.09.2020 / mbr
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