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Forstenried:Uralt-Eichen als ökologische Brücken

Zu den Naturschätzen des Forstenrieder Parks zählen Eichen, die bis zu 300 Jahre alt sind. Sie bilden Lebensräume für seltene Tier- und andere Pflanzenarten. Wegen ihrer Verteilung über die gesamte 3800-Hektar-Parkfläche eignen sich diese Eichenbestände nach Auskunft des Forstbetriebs München der Bayerischen Staatsforsten besonders gut, um mit ihnen "ökologische Brücken" zu bauen. Deshalb ist ein "Eichenverbundprojekt" angelaufen, dessen Ziel es ist, bis 2021 acht Kilometer Waldinnenränder als zusätzliche Biotope im Übergangsbereich zum geschlossenen Wald zu schaffen.

Die ersten "Brücken" entstehen gegenwärtig am Ludwigs Geräumt im Wildpark sowie entlang der Eichenallee im Revier Maxhof. Der Forstbetrieb entwickelt diese Biotopstrukturen unter anderem, indem er die Nahzonen der Alteichen von Konkurrenzgehölzen befreit. Dadurch soll ein Einwachsen insbesondere von Fichten und Kiefern in die empfindlichen Eichenkronen verhindert werden. Die Entbuschung erfolgt selektiv, sodass seltene Straucharten erhalten bleiben und unter den Alteichen zusätzliche Blühkomplexe aus heimischen Kräutern entstehen können. Die "Pflegeeingriffe" erfolgen entlang stark frequentierter Wander- und Radwege, daher können Waldbesucher den Projektfortschritt mitverfolgen und Zeugen einer "naturschutzfachlichen, aber auch ästhetischen Bereicherung der Eichenalleen" werden, heißt es in einer Mitteilung der Staatsforsten.

© SZ vom 27.09.2019 / wol

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