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Forschung:Eine Technik für mehr Kommunikation

Bei der Vorstellung ihrer Idee beschreibt Knappe ein typisches Meeting. Ein Kollege stehe vor einer Powerpoint-Präsentation, alle anderen starren in ihren Laptop, ihr Tablet oder ihr Handy. "Bildschirme sind nur für einen ausgelegt", sagt Knappe. Sie eignen sich nicht gut, um miteinander zu kommunizieren. Die Technik hinke in diesem Bereich hinterher. Die beiden Studenten haben eine Technologie entwickelt, um dreidimensionale, freischwebende Bilder und Videos entstehen zu lassen. Momentan noch in Regenbogenfarben, doch das soll sich bald ändern und bei ersten Pilotkunden getestet werden. Eine Traumvorstellung für jeden Star Wars Fan. Apicbeam fehlt übrigens noch ein Teammitglied für Vertrieb und Marketing.

Das Team Apicbeam tüftelte an einer Technologie, die dreidimensionale, freischwebende Bilder ermöglicht.

(Foto: Robert Haas)

Der erste Platz des IdeaAwards wird dagegen vielleicht bald die Baubranche glücklich machen. Das Kewazo-Team hat einen Roboter entwickelt, der den Gerüstbau revolutionieren soll. Während das Aufbauen des Gerüstes bisher eine sehr aufwendige Arbeit war, bei der viele Arbeiter ständig hin und her laufen müssen und auch eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr besteht, sollen Gerüste mit dem Kewazo Roboter in der Hälfte der Zeit aufgebaut werden.

Das intelligente Transport-System soll das Gerüst abfahren und den Materialfluss so konstant halten und die Montage beschleunigen und automatisieren. Ab März will das Team erste Pilotprojekte angehen, die Baubranche habe bisher sehr positiv auf ihre Geschäftsidee reagiert, sagt Sebastian Weitzel, einer von sechs Teammitgliedern. Der Markt sei außerdem daran gewöhnt zu kaufen. Das Preisgeld helfe ihnen die Zeit zu überbrücken, bis die ersten Einnahmen kommen.

Den Gerüstbau will das Team Kewazo revolutionieren.

(Foto: Robert Haas)

Für diesen Sprung von der Idee zur Praxis setzt sich die Zeidler-Forschungsstiftung im Rahmen des Awards ein. "Wenn die eigenen Mittel aufgebraucht sind und die großen Töpfe noch nicht in greifbarer Nähe sind, wollen wir helfen", betonen die Stiftungsmitglieder. Auch die Bewertungskriterien erklären sie. Bewertet wird demnach anhand von drei Fragen. Wie innovativ ist die Idee? Gibt es einen Markt dafür und wie ist die Wettbewerbssituation?

In einem Jahr werden die Gewinner wieder auf der Bühne stehen und erzählen, wie weit sie in dem Jahr gekommen sind. "Heute wollen wir aber erst mal feiern", findet zumindest das Team der Unkrautfeinde von Acrai.

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