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Foodsharing und Mehrweggeschirr:SPD will Müll in der Stadt reduzieren

München soll sauberer und nachhaltiger werden. Das fordert die SPD im Stadtrat und hat ein ganzes Paket mit Anträgen rund ums Thema Müllvermeidung eingebracht. Zum einen soll der Oberbürgermeister über den Deutschen Städtetag beim Umweltministerium auf eine Novellierung des deutschen Abfallrechts hinwirken. Das Ziel: den Anteil von Kunststoffverpackungen deutlich zu reduzieren. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob sie "Repanet" beitreten kann - einem Netzwerk zur Förderung des Wiederverwendens und Reparierens. In öffentlichen Verwaltungsgebäuden und Schulen, aber auch bei verpachteten Kantinen sowie Tochterunternehmen der Stadt sollen nur noch Mehrweggeschirr und -verpackungen zugelassen werden. Die Verwaltung soll mit dem Einzelhandel Lösungen erarbeiten, wie abgelaufene, aber genießbare Lebensmittel vergünstigt oder kostenlos zur Verfügung gestellt werden können, etwa durch die Einrichtung sogenannter Foodsharing-Cafés. Außerdem will die SPD Supermärkte nach französischem Vorbild verpflichten, genießbare Lebensmittel, die sie sonst entsorgen würden, an gemeinnützige Organisationen zu spenden - auch dafür soll sich der Oberbürgermeister beim Städtetag stark machen. Zu guter Letzt soll geprüft werden, wie Plattformen und Netzwerke zu Foodsaving und Foodsharing unterstützt werden können. Die SPD schlägt beispielsweise vor, in den städtischen Alten- und Service-Zentren Tauschkühlschränke aufzustellen.

© SZ vom 25.01.2020 / hob
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