Nach einem Zwischenfall mit einer Maschine der Fluggesellschaft Vietnam Airlines am Samstagnachmittag läuft der Betrieb am Flughafen München wieder ohne Einschränkungen. Das vietnamesische Flugzeug war am frühen Samstagnachmittag beim Start am Münchner Flughafen ungewöhnlich lang auf der Startbahn entlanggerollt, bevor es schließlich doch abhob.
Verschiedene Fanseiten und Flughafen-Beobachter verbreiteten auf Instagram ein Video des ungewöhnlichen Take-offs. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte der SZ, dass das Flugzeug um kurz vor 14 Uhr vom Münchner Flughafen gestartet sei und es dabei „sehr lange gebraucht habe“, bis es abgehoben habe. Da andere Maschinen meist deutlich früher auf der vier Kilometer langen Start-und-Lande-Bahn abhöben, liege am Ende der Bahn deutlich mehr Staub, der vom Triebwerk aufgewirbelt worden sei.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, war das Flugzeug sogar ein Stück weit über das Ende der Startbahn hinausgeraten, ehe es schließlich doch noch abhob.
Die Maschine, die sich eigentlich auf dem Flug in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi befand, sei dann etwa zwei Stunden später aus Sicherheitsgründen wieder auf den Münchner Flughafen zurückgekehrt. Die Piloten hätten Probleme an Reifen und Fahrwerk festgestellt.
Die SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Instagram angereichert
Um Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.
Auf Videos von der Landung sind herumfliegende Teile zu sehen, offensichtlich Teile des Fahrwerks. Anschließend kommt es dort auch zu größerer Rauchentwicklung. Das nach der Landung manövrierunfähige Flugzeug wurde in einen Hangar geschleppt, herumliegende Reifenteile wurden aufgesammelt. Die Passagiere seien unversehrt und zurück ins Flughafengebäude gebracht worden. Bis in die Nacht hinein seien Beschädigungen an der Fahrbahn ausgebessert worden, erklärte der Sprecher. Der Flugverkehr wurde über die südliche Start- und Landebahn abgewickelt.
Ob der Start sich wegen der Probleme mit Reifen und Fahrwerk so gezogen hatte, oder ob diese durch den verspäteten Start womöglich erst entstanden waren, konnte der Flughafen-Sprecher nicht sagen. Das müsse jetzt von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung beziehungsweise der Airline untersucht werden.
Verschiedene spezialisierte Luftfahrt-Webseiten berichteten, das Flugzeug habe nach dem Start mehrfach den Flughafen überflogen, womöglich, um die Maschine auf sichtbare Schäden überprüfen zu lassen, oder auch, um Kerosin abzulassen.


