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Flugausfälle und Verspätungen:Nur eine Tür vom Chaos entfernt

Sperrung des Terminals 2 am Flughafen München, Tausende Passagiere warten

Am 28. Juli 2018 wurde das Terminal 2 über Stunden gesperrt und geräumt. An diesem Tag strandeten Zigtausende Fluggäste im Erdinger Moos.

(Foto: Marco Einfeldt)
  • Fünfmal sind in diesem und im vergangenen Jahr große Teile des Münchner Flughafens nach einem Sicherheitsvorfall gesperrt worden.
  • Manchmal hatte das kaum Folgen, manchmal aber waren Zigtausende Reisende betroffen.
  • Die Gründe dafür sind vielfältig - ein großes Problem sind die Notausgänge und auch die Architektur des Terminals 2.
  • Der Flughafen und die beteiligten Behörden haben reagiert: So gibt es jetzt zum Beispiel deutlichere Warnungen und Aufpasser an den Notausgängen, Glaswände werden verklebt, die Personenkontrollen technisch nachgerüstet.

Bei der Bundespolizei geht der Alarm um kurz nach halb acht Uhr ein. Jemand hat an jenem Dienstagmorgen einen Notausgang geöffnet. Der Grund: unklar. Der Ort: heikel. Die Tür führt in den Sicherheitsbereich des Münchner Flughafens. Die diensthabenden Beamten in der Einsatzzentrale lassen sich, so schildert das später die Bundespolizei, vom Sicherheitszentrum des Flughafens die Bilder der Videokameras an jener Tür auf den Computer schicken. Die Lage ist eindeutig: Ein Mann ist hindurchgegangen, in den Sicherheitsbereich hinein, und im Gewühl des Terminals 2 verschwunden. Den Polizisten bleibt keine Wahl: Nach wenigen Minuten, um genau 7.40 Uhr, lösen sie selbst Alarm aus, "Alarmstern" nennen sie das intern.

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