FlughafenLufthansa-Airbus setzt bei Landung in München zu früh auf

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Lufthansa-Maschinen am Flughafen München (Symbolfoto).
Lufthansa-Maschinen am Flughafen München (Symbolfoto).
Sven Hoppe/dpa

Der Airline zufolge beschädigte das Flugzeug dabei die Landebahnbefeuerung. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung prüft den Zwischenfall. Erst am Samstag war es in München zu einer Beinahe-Katastrophe gekommen.

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Kurz nach einem Beinahe-Unfall hat am Münchner Flughafen ein Airbus A380 der Lufthansa bei einer Landung zu früh aufgesetzt, wie die Fluggesellschaft auf Anfrage bestätigte. Das mit 351 Passagieren besetzte Flugzeug hatte am Montagabend zu früh aufgesetzt und an der Landebahnschwelle die dortige Landebahnbefeuerung, also das optische Leitsystem, beschädigt, wie das Unternehmen bestätigte.

Die Maschine hatte demnach bereits auf dem Beton, aber vor der mit weißen Blockstreifen markierten Landebahnschwelle aufgesetzt. Das Flugzeug sei aber sicher gelandet und alle Passagiere seien unverletzt geblieben und konnten das Flugzeug verlassen, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatten RTL und aero.de berichtet.

Auch der Flughafen München bestätigte auf Nachfrage der SZ den Vorfall. Nach diesem sei im Bereich der östlichen Landebahnschwelle auf der Südbahn eine „geringfügige Beschädigung der Beleuchtung“ festgestellt worden. Diese habe umgehend repariert werden können.

Im Gegensatz zur Darstellung der Lufthansa und des Flughafens teilte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung hingegen mit, ein zu frühes Aufsetzen der Maschine sei nicht dokumentiert. Die Bahn sei am Montagabend zehn Minuten überprüft worden.

RTL zufolge war der Flug aus San Francisco an der amerikanischen Westküste nach elf Stunden Flugzeit in München angekommen. Was genau bei der Landung schiefging, sei unklar.

Die A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die rund 13 Jahre alte Lufthansa-Maschine mit dem Kennzeichen D-AIML rollte nach der Landung zu ihrer Position am Terminal und die Gäste verließen das Flugzeug regulär, wie Lufthansa berichtete.

Die Gründe für den Zwischenfall werden von der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht. Das hat die Behörde in Braunschweig am Mittwoch bestätigt. Die Untersuchungen zu dem Vorfall dauerten noch an. Einen Termin zur Veröffentlichung des Zwischenberichts nannte die Behörde nicht. Lufthansa unterstütze die Untersuchungen vollumfänglich. Laut RTL waren die BFU-Mitarbeiter bereits vor Ort und haben die Flugschreiber sichergestellt.

Erst am Samstagnachmittag war es am Münchner Airport auf der gleichen Start- und Landebahn fast zu einer Katastrophe gekommen, als eine Boeing der Fluggesellschaft Vietnam Airlines über die Startbahn hinausrollte und gerade noch rechtzeitig abheben konnte. Einem ersten Bericht der vietnamesischen Luftfahrtbehörde zufolge hatte das Flugzeug beim Start ein Beschleunigungsproblem. Die Maschine landete zwei Stunden später in München. Auch bei diesem Vorfall war die Beleuchtung auf der Startbahn beschädigt worden. Bei der Sicherheitslandung platzten mehrere Reifen, Menschen wurden nicht verletzt.

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