Ein kasachischer Staatsbürger soll am 8. Oktober der Bundespolizei am Münchner Flughafen aufgefallen sein, weil er im Ankunftsbereich des Airports heimlich mit einer Bodycam Filmaufnahmen machte. Der Tagesspiegel, der zuerst über den Vorfall berichtete, gibt als Quelle „Sicherheitskreise“ an, die einen Spionageverdacht nicht ausschließen würden. Der Mann soll aus Istanbul eingereist sein.
Die Bundespolizei am Flughafen bestätigt auf Nachfrage grundsätzlich, dass es einen derartigen Vorfall gegeben habe. Der Verdächtige interessierte sich demnach auffallend für die Sicherheitsvorkehrungen im Ankunftsbereich. Der Mann wurde zunächst festgenommen, die weiteren Ermittlungen gegen ihn hat die bayerische Landespolizei übernommen.
Im Oktober musste der Münchner Flughafen dreimal vorübergehend gesperrt werden. Grund waren Drohnensichtungen über dem Gelände. Experten schließen nicht aus, dass diese Vorfälle ebenso wie weitere Spionage- und Sabotage-Verdachtsfälle im Großraum München Teil einer von Russland ausgehenden hybriden Bedrohung sein könnten.

