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Flughafen München:Gewerkschaft Ufo ruft zu Warnstreiks bei Lufthansa auf

Lufthansa-Maschinen in München

Lufthansa-Maschinen am Münchner Flughafen sollen am kommenden Sonntagmorgen am Boden bleiben - zumindest wenn es nach der Gewerkschaft Ufo geht.

(Foto: dpa)
  • Die Gewerkschaft Ufo ruft das Kabinenpersonal der Lufthansa und ihrer Tochterunternehmen auf, am kommenden Sonntag fünf Stunden lang an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu streiken.
  • Laut Flugplan sollen in München zwischen 6 und 11 Uhr mehr als 70 Lufthansa-Maschinen starten und mehr als 80 landen.
  • Aktuelle Informationen zum Münchner Flugplan unter https://www.munich-airport.de/flugsuche-89523.

Sollte es der Flugbegleitergewerkschaft Ufo tatsächlich gelingen, ihre Mitglieder für einen Streik zu mobilisieren, könnte das schmerzhafte Auswirkungen auf den Betrieb am Flughafen München haben. Die Gewerkschaft ruft das Kabinenpersonal der Lufthansa und ihrer Tochterunternehmen dazu auf, am kommenden Sonntag zwischen 6 und 11 Uhr an den Drehkreuzen Frankfurt und München die Arbeit niederzulegen.

Laut Flugplan sollen in diesen fünf Stunden aus München mehr als 70 Lufthansa-Maschinen starten und mehr als 80 landen. Die Konzerntochter Eurowings fertigt in dieser Zeit insgesamt etwa ein Dutzend Starts und Landungen in München ab. Ufo fordert 1,8 Prozent mehr Lohn. Schwerer wiegt aber wohl, dass Gewerkschaft und Unternehmen seit langem im Clinch miteinander liegen.

Lufthansa zweifelt an, dass die intern zerstrittene Ufo überhaupt berechtigt ist, die Interessen des Flugpersonals zu vertreten, und daher verhandelt sie lieber mit Verdi. "Unser klares Ziel ist es, am Sonntag unser volles Flugprogramm aufrechtzuerhalten", sagte eine Sprecherin. "Wir prüfen, ob wir rechtliche Schritte wegen des angekündigten Streiks unternehmen."

© SZ vom 15.10.2019 / anh/fema

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