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Florian David Fitz:Wortloses Verständnis

Florian David Fitz, 44, Regisseur: Noch bevor sie sich kannten, machte er ihr eine Liebeserklärung. Das war vor acht Jahren, Florian David Fitz bereitete sein Regiedebüt "Jesus liebt mich" vor. Für die Rolle der spirituell erleuchteten Mutter wollte er unbedingt Hannelore Elsner gewinnen. Da diese wenig von modernen Kommunikationsmitteln hielt, schrieb er ihr und besuchte sie dann in Frankfurt. "Vor diesem Treffen hatte ich große Angst", erzählt er. "Doch sie sagte zu mir: 'Florian, das ist ja ein Liebesbrief!'" So begann ihre Arbeitsbeziehung, im Laufe der Jahre sollten noch zwei weitere Kinofilme hinzukommen. Für Fitz' nächste, für 2020 eingeplante Regiearbeit hatte sie bereits zugesagt. Man konnte wunderbar mit ihr streiten, sagt er, beruflich hätten sie sich aber fast wortlos verstanden. "Jetzt lass uns nicht mehr darüber reden", habe sie nach Leseproben gesagt - da wusste sie schon, wie sie ihre Rolle spielen würde.

Fitz erinnert sich an das Kennenlernen: "Auf dem Rückweg hat es übrigens so stark geschneit, dass der ICE liegen geblieben ist und ich nicht mehr nach München durchgekommen bin", sagt er, "aber das war es natürlich wert."

© SZ vom 26.04.2019 / grü
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