Freizeit:Nachhaltig trödeln

Die Münchner Hofflohmärkte gehen mit neuen, pandemiegerechten Konzepten zum Stöbern mit Abstand in die nächste Saison.

Von Veronika Kügle

Neustart der Hofflohmärkte in München

Luftballons und Wimpel am Eingang der Hinterhöfe laden heuer in umweltfreundlicher Version zum lustvollen Stöbern ein.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Neben Vintage-Events, Second-Hand-Läden - davon etwa zwanzig allein in der Münchner Innenstadt - und Sportartikeln, die aus recycelten Materialien hergestellt sind, vergisst man gerne mal den Ursprung des Wiederverwertens und Neuentdeckens, die Mutter der Nachhaltigkeit im Kleinen: den Flohmarkt. Mal größere, mal kleinere Schätze wandern dort im Laufe der Zeit über die Verkaufstische von der einen in die andere Hand. So einfach das Konzept, so schön ist es, im Sommer durch die Hinterhöfe der Stadt zu schlendern. Vor allem, weil sich hier ein Blick in sonst vorenthaltene, oft sehr hübsch präsentierte Hinterhöfe werfen lässt. Am Wochenende starten die Hinterhofflohmärkte in eine neue Saison mit pandemiegerechtem Konzept. Mehrere Termine, an denen die Flohmärkte noch bis zum 23. Oktober parallel in unterschiedlichen Stadtvierteln stattfinden, sollen entzerren. Am Samstag ab 10 Uhr geht es also weiter in Bogenhausen, Haidhausen, Neuhausen, Sendling, Thalkirchen, Westend, Untergiesing und Untere Au. Dort gelten die üblichen Coronaregeln, Besucher und auch Verkäufer sollen in ihren Höfen Maske tragen. Den Tourplan gibt es diesmal nur online unter www.hofflohmaerkte.de/muenchen, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Wer wie in früheren pandemiefreien Jahren unangemeldet seinen Stand auf dem Trottoir aufbauen will, muss diesmal damit rechnen, von den Kontrolleuren des Platzes verwiesen zu werden. Anmeldeschluss ist drei Wochen vor dem jeweiligen Flohmarkt. Mit etwas Glück spielt auch das Wetter mit. Dann muss man sich die neu ergatterte Lederhandtasche nicht als Regenschirm über den Kopf halten, während man ins nächstgelegene Café sprintet.

Hofflohmärkte

Stöbern geht in Zukunft auch mit Abstand.

(Foto: Günther Reger)

Hofflohmärkte, Samstag, 14. August, 10-16 Uhr, verschiedene Stadtviertel, Anmeldung unter www.hofflohmaerkte.de

© SZ vom 12.08.2021
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