Feuerwehr Fliegerbombe in Freimann entschärft

1000 Menschen waren von der Evakuierung am Schmidbartlanger betroffen. Bereits am Dienstagabend war eine 250 Kilogramm schwere Bombe in der Infanteriestraße unschädlich gemacht worden.

Von Martin Bernstein

Bei Bauarbeiten an einer neuen Grundschule in der Münchner Infanteriestraße ist am Dienstagvormittag eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Sie wurde am späten Abend von einem Sprengmeister erfolgreich entschärft. Nach Angaben der Berufsfeuerwehr handelte es sich um einen 250-Kilogramm-Sprengkörper, der im nordwestlichen Bereich der Infanteriestraße gefunden wurde, wo vor allem Gewerbebetriebe, Verlage und Hochschulgebäude beheimatet sind.

An diesem Mittwochvormittag stand bereits die nächste Bombenentschärfung an: In Freimann, wo erst vor vier Wochen eine Fliegerbombe entdeckt und entschärft worden war, wurde am Dienstagnachmittag ein weiterer 250-Kilogramm-Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg (Schmidbartlanger Ecke Werner-Egk-Bogen) gefunden. Die Evakuierung - wie im Bereich der Infanteriestraße waren rund 1000 Menschen betroffen - begann gegen 8.30 Uhr, die Entschärfung nahm gegen 10.50 Uhr ihren Anfang. Bereits gegen 11.20 Uhr teilte die Feuerwehr auf Twitter mit, dass die Bombe erfolgreich entschärft wurde.

An der Infanteriestraße war dienstags ein Sperrbereich mit einem Radius von 300 Metern um den Fundort eingerichtet worden. Die städtische Feuerwache 4 in der Heßstraße koordinierte den Einsatz. Von 18 Uhr an wurde der Bereich evakuiert. Nach der erfolgreichen Entschärfung kurz vor 21 Uhr konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurück.

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