Eines muss man Liam Neeson lassen: Der britisch-irische Schauspieler probiert gerne Neues aus. In den Neunzigerjahren wurde er mit „Schindlers Liste“ zum Oscar-nominierten Weltstar, danach festigte er mit Kinofilmen wie „Michael Collins“, „Nell“ oder „Les Misérables“ seinen Ruf als feinfühliger Charakterdarsteller.
So hätte das weitergehen können, wenn Neeson nicht Lust gehabt hätte auf einen Genrewechsel: 2008 wurde er mit „96 Hours – Taken“ zur Ein-Mann-Kampfmaschine, in den Jahren darauf schoss, prügelte und boxte er sich durch eine ganze Reihe von Actionfilm-Hits. Dass er da schon ein älterer Herr um die sechzig war, schien niemanden zu stören. Im Gegenteil: In einem Alter, in dem viele seiner Kollegen kürzertreten, gewann er neue Fans hinzu.
Heute ist Liam Neeson 73 Jahre alt – und erfindet sich einmal mehr neu: In der Neuauflage der Slapstick-Komödien-Trilogie „Die nackte Kanone“ übernimmt er die Rolle, mit der Leslie Nielsen in den Achtzigerjahren zum Star wurde. Als Sohn des Chaos-Cops Frank Drebin lässt er wie dieser keinen Fettnapf aus, ist sich für keinen Gag zu schade. Ob diese Art von Humor im Jahr 2025 noch ankommt, dürfte sich bald herausstellen: Am 31. Juli startet die neue „Nackte Kanone“ weltweit in den Kinos, am 30. Juli ist sie in zahlreichen Previews zu sehen.
Die nackte Kanone, USA 2025, Regie: Akiva Schaffer, Previews am 30. Juli im Arri, Mathäser, Cinema, Royal, Gloria, den Museum Lichtspielen und vielen Kinos im Münchner Umland

