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Filmfest München:Grenzenloses Flimmern

Das 33. Filmfest München sprengt den gewohnten Rahmen: Leitmotiv ist das Thema Grenzüberschreitungen - geografisch, kulturell und stilistisch. Ein Blick ins Programm des Festivals.

Filme aus der Karibik, Genre-Hybride wie Coming-of-Age-Horror und ein zusätzlicher Festivaltag - das 33. Filmfest München sprengt den gewohnten Rahmen. "Ein grenzenloses Vergnügen", kündigte die Leiterin Diana Iljine bei der Pressekonferenz zur Veröffentlichung des Programms an (www.filmfest-muenchen.de).

179 Filme aus 54 Ländern, darunter 39 als Weltpremieren, sind von Donnerstag, 25. Juni, bis Samstag, 4. Juli, in zehn Kinos der Stadt zu sehen. Als Leitmotiv arbeiteten die Kuratoren das Thema Grenzüberschreitungen heraus - geografischer, kultureller und stilistischer Natur. So werden unter anderem Werke aus Regionen gezeigt, die bislang kein eigenes Filmschaffen hatten, zum Beispiel "Sand Dollars" aus der aus der Dominikanischen Republik, mit Geraldine Chaplin als Sex-Touristin, die sich in eine Einheimische verliebt. Auch Filme aus dem arabischen Raum sowie aus China sind vertreten, deren Regisseure mitunter Grenzen überschreiten mussten.

Grenzerfahrungen macht auch Viggo Mortensen als Protagonist des Eröffnungsfilms: "Den Menschen so fern" von David Oelhoffen ist eine Camus-Literaturverfilmung mit Westernzügen und läuft im Hauptwettbewerb "Cinemasters", der mit 50 000 Euro dotiert ist. Independent- und Star-Kino aus aller Welt, neues Fernsehen und Kino aus Deutschland, Serien-Premieren, Dokus, Filme für Kinder sowie Sonderveranstaltungen wie Open-Airs stehen auf dem Programm.

Die Retrospektive ist dem US-Regisseur Alexander Payne gewidmet. Geehrt werden auch Rupert Everett und Jean-Jacques Annaud sowie - posthum - Andy Warhol. Der Online-Vorverkauf beginnt am 15. Juni, der Kartenvorverkauf im Gasteig am 18. Juni.