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Dokumentarfilm "Ronnie Wood":Like A Rolling Stone

Ronald David Wood wurde 1947 im Londoner Stadtbezirk Hillingdon geboren. Seit 45 Jahren spielt er Gitarre bei den Rolling Stones.

(Foto: Andy Muggleton, Eagle Rock Films)

In Mike Figgis' Porträt "Ronnie Wood" erfährt man nicht nur einiges über das ausschweifende Leben eines Rockstars, sondern auch etwas über die Leiden eines bildenden Künstlers.

Von Josef Grübl

Für die Rolling Stones hat diese Woche sehr gut angefangen: Sie sind mit ihrer im April 2020 veröffentlichten Single "Living In A Ghost Town" die neue Nummer eins der deutschen Single Charts, dieses Kunststück gelang der britischen Band zuletzt mit "Jumpin' Jack Flash" im Jahr 1968. Für den Gitarristen Ron Wood ist es sogar die erste deutsche Nummer eins, schließlich stieß er erst 1975 zur Band, nachdem sein Vorgänger Mick Jones die Stones verlassen hatte. Zu dem Zeitpunkt war der heute 73-Jährige schon ein alter Hase im Rockzirkus, er spielte in der Jeff Beck Group und bei den Faces rund um Rod Stewart.

Der etwas in Vergessenheit geratene britische Regisseur Mike Figgis (Leaving Las Vegas) hat jetzt einen Dokumentarfilm über Wood gemacht, der filmisch zwar recht konventionell geraten ist, aber mit vielen prominenten Gesprächspartnern aufwarten kann: Neben den Bandkollegen Mick Jagger, Keith Richards und Charlie Watts kommen auch Künstlerfreunde wie Damien Hirst zu Wort. Denn Wood besuchte als Jugendlicher eine Londoner Kunstschule und steht seitdem regelmäßig im Atelier und malt. Und so erfährt man in diesem mit 71 Minuten Laufzeit recht kurz geratenen Film nicht nur etwas über das ausschweifende Leben eines echten Rockstars, sondern auch über die Leiden eines bildenden Künstlers.

Ronnie Wood - Somebody Up There Likes Me, Regie: Mike Figgis

© SZ vom 09.07.2020

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