Was läuft im Kino?Feste und Freundinnen

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Wiedersehen für einen Tag: „Thelma und Louise“ kommt am 2. Juli in Münchner Kinos.
Wiedersehen für einen Tag: „Thelma und Louise“ kommt am 2. Juli in Münchner Kinos. (Foto: Capelight Pictures)

Das Filmfest steht an. Aber auch sonst gibt es in den Münchner Kinos viel zu sehen: Animationsfilmhits, Wiederaufführungen oder Filmpremieren mit Starbesuch.

Von Josef Grübl

Das Filmfest München steht an – und viele Kinos machen mit: Bis 7. Juli werden das City, Rio, Filmmuseum, Gloria, Sendlinger Tor, Arri und erstmals auch das Cinema zu Festivalkinos. Auch im Amerikahaus, der HFF oder bei „Kino, Mond & Sterne“ dreht sich anderthalb Wochen lang alles um das wohl sonnigste Filmfestival der Republik, es gibt viele Publikumsgespräche, Premieren und Sonderveranstaltungen.

Da München aber eine sehr lebendige Kinostadt ist, können Filmbegeisterte während des Filmfests natürlich auch regulär ins Kino gehen. Derzeit besonders beliebt ist der jüngste Hit aus dem Hause Pixar: Alles steht Kopf 2 spielt abermals in der Kopf-Schaltzentrale eines Mädchens und beweist nebenbei, dass selbst Fortsetzungen bekannter Geschichten amüsant, überraschend und herzerwärmend sein können. Ebenfalls sehenswert sind Jeff Nichols’ Motorrad-Gang-Drama The Bikeriders mit Jodie Comer und Austin Butler, der Dokumentarfilm Eternal You – Vom Ende der Endlichkeit (über digitale Unsterblichkeits-Fantasien) oder das bei der Berlinale gefeierte Pflegerinnen-Drama Ivo mit Minna Wündrich und Lukas Turtur.

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Eine Premiere findet am 27. Juni im City-Kino statt: Die ausgezeichnete Film- und Theaterschauspielerin Maren Eggert stellt gemeinsam mit ihrer Regisseurin Hanna Slak und ihrem jungen Schauspielkollegen Jona Levin Nicolai das Mutter-Sohn-Drama Kein Wort vor. Eggert spielt eine Dirigentin, die nach einem Schulunfall ihr Orchester zurücklassen und sich um ihren Sohn kümmern muss. Doch im winterlichen Frankreich kommen die beiden nicht zur Ruhe, schon bald beschuldigen und verdächtigen sie sich gegenseitig.

Auch im Werkstattkino hat sich Besuch angekündigt: Am 27. Juni will Christoph Hübner seinen Dokumentarfilm Vom Ende eines Zeitalters vorstellen, darin geht es um die Schließung der Zechen im Ruhrgebiet und die Frage, wie es in der Region weitergehen soll. Tags drauf, am 28. Juni, hat sich die aus Italien stammende und in der Schweiz aufgewachsene Filmemacherin Miriam Pucitta angesagt: Sie stellt ihren Dokumentarfilm Mutterland vor, darin geht es um ihre eigene Geschichte und den Versuch, die Entscheidungen ihrer Eltern von damals nachzuvollziehen. Im Filmmuseum gehen die Reihen rund um Marlon Brando und dem Griechen-Doppel Lanthimos & Tsangari zu Ende, nach dem Filmfest geht es dort weiter mit den alljährlichen Stummfilmtagen.

Leadsänger John Kay in „Born To Be Wild”: Die „Steppenwolf”-Doku startet am 5. Juli in München.
Leadsänger John Kay in „Born To Be Wild”: Die „Steppenwolf”-Doku startet am 5. Juli in München. (Foto: Dustin Rabin Lunabeach TV und Media & Rezolution Pictures)

Ein Wiedersehen mit den legendären Film-Freundinnen Thelma & Louise (und dem blutjungen Brad Pitt) gibt es am 2. Juli im Royal, Monopol, Mathäser oder den Museum-Lichtspielen: Im Rahmen der Reihe „Best of Cinema“ kommt Ridley Scotts Neunzigerjahre-Klassiker für einen Tag zurück in die Kinos. Wer es etwas blutiger und brutaler mag, sollte in den kommenden Wochen das Neue Arena Kino aufsuchen: Dort findet bis in den September hinein ein „Horrorsommer“ statt, jeden Freitagabend werden Genre-Hits wie Hereditary (28. Juni), Smile (5. Juli) oder The Witch (12. Juli) aufgeführt.

Und da das Filmfest München überall ist (selbst da, wo kein Filmfest ist), starten bereits am 5. Juli die „Steppenwolf“-Doku Born To Be Wild (die Leadsänger John Kay beim Filmfest vorstellen wird) sowie Yorgos Lanthimos’ jüngster Filmstreich Kinds of Kindness (mit Emma Stone und Jesse Plemons) auch regulär in den deutschen Kinos.

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