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Feldmoching:Vor dem Zebrastreifen ist Schluss

Zu kurz gesprungen: Eltern und der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl fordern, dass die Tempo-30-Zone künftig auch den Zebrastreifen in der Josef-Frankl-Straße umfasst.

(Foto: Robert Haas)

Die Tempo-30-Zone in der Josef-Frankl-Straße erfasst zwar zwei Kindergärten, doch sie endet ausgerechnet vor einem Übergang zum Haus der Kinder. Die Eltern fordern von der Stadt, dies zu ändern

Um Kinder vor Verkehrsunfällen zu schützten, hat die Stadt vergangenen Monat auf der Josef-Frankl-Straße eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Sie gilt zwischen Lerchenauer Straße bis kurz vor der Schaarschmidtstraße auf der Höhe der Sparkasse, sodass Kinder nun deutlich sicherer in die beiden Kindergärten "St. Josef" und "Regenbogenkinder" gelangen können. Doch auf der Josef-Frankl-Straße gibt es weiter östlich noch eine dritte Kindertageseinrichtung an der Hausnummer 17 b: Das "Haus der Kinder", in dem sich eine Krippe, ein Kindergarten und ein Hort befinden und das täglich von mehr als 150 Kindern besucht wird. Das Haus der Kinder allerdings ging bei der neuen Verkehrsmaßnahme leer aus: Die Tempo-30-Zone endet schon westlich vor dem Eingang des Hauses der Kinder und vor einem Zebrastreifen, der sich in der Nähe befindet. Und das, obwohl der Zebrastreifen Teil des Schulwegs vieler Kinder ist, auf dem ihnen morgens ein Schülerlotse über die Straße hilft. Dennoch ist der Zebrastreifen nicht mehr von der Geschwindigkeitsbegrenzung mit eingeschlossen.

Das führt zu Kopfschütteln und großem Unmut der Eltern, die nun eine Verlängerung der Tempo-30-Zone mindestens bis zur Georg-Winkler-Straße fordern, besser aber noch bis zum Bahnhof Feldmoching. "Jetzt beschleunigen die genervten Autofahrer schon vor dem Zebrastreifen wieder. Das ist sehr gefährlich für die Kinder, die in unser Haus kommen", sagt Anne Wünsch vom Elternbeirat im Haus der Kinder. Auf Anfrage beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat (KVR) heißt es, dass der Eingang der Kita nicht direkt an der Straße liegt, sondern in einem Innenhof. "Diesbezüglich besteht keine konkrete Gefahr, dass Kinder, die die Kita plötzlich verlassen, sofort auf der Straße stehen."

Diese Erklärung der Behörde können Wünsch und die Eltern der Kinder überhaupt nicht nachvollziehen. Schließlich müssten die Kinder trotzdem die Josef-Frankl-Straße überqueren. Nun hat sich der Elternbeirat an den örtlichen Bezirksausschuss gewandt, wo das Thema am Dienstagabend diskutiert wurde. Der Vorsitzende Markus Auerbach (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass das Gremium mit dem zuständigen KVR eine schnelle Lösung finden werde und die Geschwindigkeitsbegrenzung bald auch auf den Zebrastreifen ausgeweitet wird. "Das müsste machbar sein", sagte Auerbach.

Ein Bürger bemängelte, dass nur 250 Meter weiter nördlich an der Kreuzung Dülferstraße/Ecke Schaarschmidtstraße eine bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung von vielen Autofahrer ignoriert wird. Hier will sich der Bezirksausschuss für ein weiteres Straßenschild einsetzten, dass die Autofahrer nochmals explizit an das Tempolimit erinnert.

Weitere Verbesserungen mahnte schließlich ein Ehepaar aus der Siedlung Ludwigsfeld, das sich um seine Kinder Sorgen macht, die auf ihrem Schulweg an der Kristallstraße vom Autoverkehr in Gefahr gebracht würden. Sie fordern einen Zebrastreifen an der Bushaltestelle auf der Höhe Opalstraße.