Beim Champions-League-Viertelfinale zwischen Bayern München und Real Madrid am Mittwoch sind in der Allianz Arena mehrere Fotojournalisten verletzt worden – von Zuschauern, die versucht hatten, das Spielfeld zu stürmen.
Wie die Polizei berichtet, saßen die Zuschauer schon kurz vor Spielschluss auf dem Zaun, der die Tribüne vom Innenraum trennt. Nachdem Michael Olise in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Bayern erzielt hatte, gab es kein Halten mehr: Die Fans rannten bis an die Werbebande. Hinter ihr sitzen bei jedem Spiel die Fotojournalisten. Dieses Mal wurden sie von den Heranstürmenden regelrecht überrannt. Das ganze Geschehen spielte sich vor der Südkurve ab, wo traditionsgemäß die Bayern-Fans ihre Plätze haben.
Der Polizei sind bislang vier Personen bekannt, zwei Frauen und zwei Männer, die bei dem Vorfall zu Schaden kamen: ein 55-Jähriger mit Wohnsitz in Hanau, ein 48-jähriger Münchner, eine 49-Jährige aus dem Landkreis Starnberg und eine 62-jährige Münchnerin. Die Ermittler suchen nun nach weiteren Geschädigten – und mithilfe der Videoaufzeichnungen nach den Verursachern des Sturmversuchs.
Für die Sicherung des Innenraums während der Spiele ist der Stadionbetreiber, die Allianz Arena Stadion GmbH – eine Tochtergesellschaft des FC Bayern – zuständig. Ob und wo Fehler passiert sind, soll nun untersucht werden. Die Polizei hat erst nachträglich von dem Vorfall erfahren.

