Videospiel über die Modeindustrie :Designt, produziert, verbrannt

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Die größte Herausforderung für Kilian Held bei der Arbeit an seinem Videospiel war die Recherche über die Modebranche. „Irgendwann hatte ich so keine Lust mehr auf Produkte und auch das Projekt“, sagt er. (Foto: Stephan Rumpf)

Kilian Held macht auf die negativen Eigenschaften der Modeindustrie und die Folgen von Fast Fashion aufmerksam – mit seinem Computerspiel für Kinder und Jugendliche, das er zukünftig an Schulen anbieten will.

Von Leila Herrmann

Ein Kinderzimmer, überall liegen Klamotten auf dem Boden. Plötzlich erscheint ein Chat-Fenster mit den Worten: „Ich habe einfach nichts zum Anziehen für heute Abend.“ Öffnet man den Kleiderschrank, betritt man plötzlich eine Textilfabrik. An den Wänden stehen Fakten über die Entstehung der Kleidungsstücke. „Jede Sekunde wird ein Laster von Kleidung verbrannt.“ Oder: „Jeder Deutsche kauft im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr.“ Oder: „Die Textilindustrie ist für zehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.“ Geht man weiter, folgt ein Raum, in dem sich Hunderte Videos gleichzeitig abspielen, Fashion Hauls von TikTokern. Dann sieht man am Ende des Tunnels ein Licht, geht darauf zu – und fällt schließlich mitten in den Trümmerhaufen einer eingestürzten Fabrik.

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