Der Faschingsdienstag ist der fröhlichste Tag im Jahr auf dem Viktualienmarkt. Tausende Narren strömen dann schon um 9 Uhr morgens von allen Seiten heran, um noch einen Platz zu bekommen, an einem der Standl oder besser noch an der Bühne. Denn dort zeigen die Gastgeberinnen um Mittag den „Tanz der Marktweiber“, es ist der Höhepunkt des Münchner Faschings. Bei allem Frohsinn wird es diesmal auch etwas traurig: Fünf Tänzerinnen sind das letzte Mal dabei, einige waren schon 1987 mit auf der Bühne, als diese mehr als 100 Jahre alte Tradition neu belebt wurde. Auch für Christl Lang, seit 38 Jahren tanzt sie schon, ist es das letzte Mal. Ihren Obst- und Gemüsestand hat sie schon aufgegeben. Ihr Amt als Sprecherin der tanzenden Marktweiber hat Susi Müller übernommen, die in ihrer Hütte „Kraut und Müller“ fermentierte Spezialitäten verkauft. Nur für den Faschingsdienstag hat sie dann eine Schanklizenz und wird gleich nach dem Tanz im mit roten Einweck-Gummis bestückten Kleid an der improvisierten Bar stehen.
Wechsel bei den Marktfrauen„Ich kann vor Schmerzen kaum stehen“
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Die scheidende Marktweiber-Chefin Christl Lang und Nachfolgerin Susi Müller über ihren bekanntesten Tanz, die Frage, ob auch Männer aufgenommen werden, und einen ziemlich unangenehmen Moment.
Interview von Michael Zirnstein

Nockherberg-Ensemble:„Alle Ausrutscher sind herzlich willkommen, Herr Merz“
Bei der Vorstellung der Darsteller für das Singspiel freuen sich die Beteiligten über reichlich Vorlagen aus der Politik. Zwischen die bitterbösen und mordslustigen Bemerkungen schleichen sich aber auch ernste Töne.
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