Fasangarten Linke-Fraktion prangert Leerstand an

Eine Art wohnungspolitischen Sündenfall prangert die Stadtratsfraktion der Linken in einer Anfrage an. Darin verweisen sie auf Zeitungsberichte, wonach in der Siedlung am Perlacher Forst, auch Ami-Siedlung genannt, mehr als 30 Wohnungen leer stünden, dies teilweise bereits seit Jahren. Der Eigentümer sei die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Weiter heißt es: "Allein in den drei Häuserblöcken Cincinnatistraße 44 bis 48, 50 bis 54 und 56 bis 60 sind es aktuell 25 Wohnungen, die offensichtlich nicht genutzt werden. In der Umgebung finden sich weitere leer stehende Wohnungen." Anwohner bestätigten, dass dieser Zustand auf Dauer zu beobachten sei. Gerade in München hätten Wohnungssuchende und die Öffentlichkeit kein Verständnis für Leerstand, noch dazu, wenn die jeweiligen Bleiben im Eigentum der öffentlichen Hand seien, monieren Brigitte Wolf und Cetin Oraner in ihrem Antrag. Sie wollen nun wissen, ob der Stadt dieser Missstand bekannt ist und die fraglichen Wohnungen bereits der Online-Meldeplattform gegen Zweckentfremdung gemeldet wurden. Hat die Bima Bauvoranfragen für dieses Areal gestellt und könnte sich die Stadt zumindest für Zwischennutzungen des leer stehenden Wohnraums einsetzen beziehungsweise selbst die Wohnungen von der Bima ankaufen, lauten weitere Fragen.